FAQs: Antworten auf zentrale Fragen
Abschied von der Glühlampe: Hier finden Sie auf einen Blick Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Ausstieg.
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Warum wird die Glühlampe verbannt?
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Die Edison-Lampe, in der Regel als „Birne“ bezeichnet, ist ein echter Stromfresser und verbraucht zu viel Energie: Nur fünf Prozent des eingesetzten Stroms werden zu Licht, 95 Prozent verpuffen als Wärme. Die EU will Energie sparen und das klimaschädliche CO2 reduzieren. Dazu soll der Ausstieg aus der Glühlampen-Technologie beitragen. Nicht nur die Umwelt, auch die Verbraucher profitieren davon: Denn wer Energie spart, spart auch Geld.
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Ab wann kann ich keine Glühlampen mehr kaufen?
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Vorab: Lagervorräte des Handels dürfen auch nach den Stichtagen weiter verkauft werden. Aber nach den Stichtagen liefert die Lampenindustrie keinen Nachschub mehr. Denn seit 1. September 2009 dürfen matte Glühlampen und Halogenlampen in den EU-Ländern nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Davon sind in der ersten Stufe klare Glühlampen und konventionelle klare Halogenlampen mit 100 Watt und mehr Leistung betroffen. Seit dem Jahr 2010 werden alle Glühlampen ab 75 Watt aus den Regalen verschwinden, 2011 auch jene ab 60 Watt und abschließend 2012 auch die Glühlampen unter 60 Watt Leistung.
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Muss ich 2012 die Glühlampen zu Hause herausschrauben?
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Nein. Glühlampen, die als Ersatz noch in den Haushalten vorhanden sind, dürfen weiterhin eingeschraubt werden. Auch Lagervorräte des Handels sind weiter zugelassen und dürfen weiter verkauft werden.
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Muss ich neue Leuchten kaufen oder gibt es alternative Leuchtmittel?
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Fast alle vorhandenen Leuchten können auch zukünftig mit passenden Leuchtmitteln bestückt werden können. Die Lampenindustrie wird für alle gängigen Anwendungen, Fassungen, Formen und Leistungsstufen energieeffiziente Lampe als Ersatz für beste Beleuchtungsqualität anbieten. Bereits jetzt gibt es eine Vielzahl Alternativen: Energiesparlampen, Halogenlampen, LEDs – darunter sehr viele mit den Schraubsockeln E14 und E27 für den direkten Austausch gegen Glühlampen.
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Nach welchen Kriterien hat die EU entschieden?
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Grundlage der Entscheidung gegen oder für ein Lampe war deren Energieverbrauch und ihre Energieeffizienz. Zur Bewertung werden die Energie-Effizienzklassen A (geringer Verbrauch) bis G (hoher Verbrauch) herangezogen, die bekannt sind von Kühlschrank und Waschmaschine. Das Energie-Label verrät jedem Käufer die Einstufung.
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Plant die EU auch andere Lampen vom Markt zu nehmen?
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Ja, Halogenlampen. Ab September 2016 sind nur noch Halogenlampen der Energie-Effizienzklasse B zulässig sowie zwei Ausnahmen mit der Energie-Effizienzklasse C (Halogenlampen mit Sockel R7s und B15). Von 2012 bis 2016 sind alle Halogenlampen mit der Energie-Effizienzklasse C uneingeschränkt zugelassen.
Außerdem werden in der zweiten Verordnung zur Haushaltsbeleuchtung 2010 noch Reflektorlampen behandelt. Reflektorlampen, die zuviel Energie verbrauchen, werden dann ebenfalls betroffen sein. -
Backofen, Kühlschrank, Nähmaschine – was wird in diese Geräte statt der Glühlampe eingeschraubt?
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Diese Lichtquellen werden als Speziallampen nicht von der Durchführungs-Richtlinie „Haushaltsbeleuchtung, Teil 1“ erfasst. Das heißt, es wird diese Lampen weiterhin geben. Der Verwendungszweck muss auf der Verpackung angegeben sein.
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Der Verbraucher muss auf die Glühlampe verzichten. Hat er auch Vorteile vom Ausstieg aus der Glühlampen-Technologie? Schließlich werden die Lampen sogar teurer.
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Vor allem profitiert jeder von der Kostenersparnis beim Betrieb effizienter Lichtquellen. Die Umrüstung einer durchschnittlich großen Wohnung von Glühlampen auf Energiesparlampen spart über die gesamte Betriebszeit 996,48 Euro (siehe Tabelle), das sind 136,50 Euro Ersparnis in einem Jahr. Der Berechnung liegt ein Strompreis von 0,18 Euro/kWh zugrunde. Es wird von 8.000 Betriebsstunden ausgegangen, das sind 3 Stunden täglich in 7,3 Jahren.
Der Anschaffungspreis effizienter Lampen ist zwar teurer, wird jedoch von der Stromkostenersparnis aufgefangen: Die höhere Investition rechnet sich in der Regel bereits nach einem Jahr.
Dass Verbraucher nicht auf eine Technologie festgelegt sind, sondern die Auswahl unter verschiedenen effizienten Lampen haben, ist auch ein Vorteil: Jeder kann entscheiden, ob er Halogenlampen, Energiesparlampen oder LEDs mit Schraubsockel für den direkten Austausch gegen die Glühlampe kauft. Oder er setzt auf neue Leuchten mit Lampen ohne Schraubsockel. Eins ist sicher: Viele müssen sich mehr Gedanken machen um die Beleuchtung ihrer Wohnung als bisher. -
Können Energiesparlampen Ambiente erzeugen?
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Ja. Dass ihr Licht kühl ist, haben wir von früheren Generationen der Energiesparlampe im Gedächtnis. Heute haben Energiesparlampen eine ähnlich warmweiße Lichtfarbe wie Glühlampen. Achten Sie auf die Kennung 827: „8“ steht für die gute Farbwiedergabe (Index Ra ≥ 80), „27“ für 2.700 Kelvin Farbtemperatur. Diese Lampen tragen auch die Bezeichnung „soft“.
Für spezielle Beleuchtungsaufgaben – zum Beispiel im Arbeitszimmer – gibt es aber weiterhin Alternativen: Energiesparlampen mit neutralweißer (Kennung 840) und tageslichtweißer (Kennung 865) Lichtfarbe. Das bedeutet: Beim Kauf auf die richtige Lichtfarbe achten! -
Welche energieeffiziente Lampe eignet sich für welchen Einsatz?
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Energiesparlampen können nahezu überall eingesetzt werden. Sinnvoll sind sie vor allem dort, wo das Licht für längere Zeit eingeschaltet bleibt. Auch in Treppenhäusern oder in Nebenräumen, in denen das Licht häufiger ein- und ausgeschaltet wird, ist der Einsatz von Energiesparlampen unproblematisch: Das integrierte elektronische Vorschaltgerät (EVG) sorgt für einen schonenden und je nach Lampentyp nahezu verzögerungsfreien Start. Außerdem sind Energiesparlampen deutlich schaltfester als früher.
Weil das Licht von Energiesparlampen eher weich und deshalb kontrastarm ist, sind sie für einige Anwendungsfälle nicht die erste Wahl: zum Beispiel für Anstrahlungen oder für Kristall-Kronleuchter. Für beides sind Halogenlampen die bessere Lösung. Auch wenn in der Wohnung rote und erdige Farbtöne dominieren, sind Halogenlampen die richtige Wahl, weil ihr Licht diese Farbtöne besser wiedergibt. -
Warum sind Energiesparlampen so teuer?
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Energiesparlampen sind von jeher teurer als die konventionelle Glühlampen, weil ihre Herstellung kostenaufwendiger ist. Außerdem verfügen sie über mehr Bauteile, darunter ein eingebautes elektronisches Vorschaltgerät. Der durchschnittliche Preis einer Energiesparlampe ist in den vergangenen Jahren gesunken. Alle Energiesparlampen haben ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis: Beim Ersatz einer 100-Watt-Glühlampe durch eine 20-Watt-Energiesparlampe beispielsweise spart diese auf ihre Lebensdauer gerechnet etwa 80 Euro.
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Verringert häufiges Ein- und Ausschalten die Lebensdauer von Energiesparlampen?
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Das Ein- und Ausschalten hat inzwischen keine Auswirkungen mehr auf die Lebensdauer von Energiesparlampen. Die aktuellen Normen für die „Energy Recommended"-Zertifizierung verlangen über 3.000 Schaltzyklen pro 8.000 Stunden getesteter Lebensdauer. Das sind weit mehr Schaltzyklen als sie für den normalen Hausgebrauch notwendig sind. Für spezielle Anwendungsbereiche, wie beispielsweise den Hausflur oder durch Bewegungssensoren aktiviertes Licht für Gänge, bieten einige Hersteller Hochleistungs-Energiesparlampen an mit einem Potenzial von bis zu 500.000 Schaltzyklen und einer Lebensdauer von 15.000 Stunden.
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Müssen Energiesparlampen mindestens 45 Minuten eingeschaltet bleiben, um den Energieaufwand beim Einschalten zu kompensieren?
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Es ist nicht notwendig, Energiesparlampen länger einzuschalten als Glühlampen. Energiesparlampen verbrauchen beim Einschalten nur unwesentlich mehr Energie als Glühlampen, um nach den ersten zwei oder drei Sekunden sofort höchst effizient zu funktionieren.
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Stimmt es, dass Energiesparlampen nicht gedimmt werden können?
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Das stimmt nicht mehr ganz: Es gibt neue Lampen, die mit gewöhnlichen Dimmerschaltern für den Hausgebrauch oder alternativ mit einem Standardlichtschalter stufenweise gedimmt werden können. Diese Produkte sind relativ neue Erfindungen, das Angebot derzeit noch nicht so groß. Zu erwarten ist aber, dass es künftig mehr dimmbare Energiesparlampen geben wird.








