Auf die Lampe kommt’s an
Kaltweißes Licht im Schlafzimmer, funzelige Beleuchtung in der Diele? Das ist ungemütlich – auch wenn die Leuchten noch so schön sind. Einleuchtend also, dass es gerade im Wohnbereich auf die Wahl der richtigen Lampe ankommt. Denn sie bestimmt die Lichtstimmung im Raum: behaglich oder sachlich, entspannt oder konzentriert.
Übrigens: Auch wenn häufig noch von der „Glühbirne“ die Rede ist, richtig heißt es Lampe. Sie ist das Leuchtmittel und spendet das Licht. Die Leuchte verteilt es und schützt die Lampe.
Moderne Lampen werden immer energieeffizienter – vor allem im Zusammenspiel mit elektronischen Betriebsgeräten. Die wichtigsten Lampentypen im Wohnbereich sind:
LEDs
Leuchtdioden (korrekt: Light Emitting Diodes, kurz: LEDs) sind die Shootingstars der vergangenen Jahre: Die leistungsstarken Winzlinge verbrauchen wenig Energie und arbeiten über lange Jahre hinweg zuverlässig. Dabei geben sie – wichtig zum Beispiel für Einbaustrahler – kaum Wärme ab und weder UV- noch IR-Strahlung.
LEDs erzeugen nach dem RGB-Muster fast alle Farben, theoretisch 16,7 Millionen Varianten. Werden sie mit einem speziellen Leuchtstoff ummantelt, spenden sie auch weißes Licht. Deren Farbwiedergabe wurde stetig verbessert und erreicht bereits Werte von Ra ≥ 90. Leuchtdioden gibt’s in zahlreichen Formen. Sie erobern immer mehr Lichtbereiche, auch im Wohnraum: als effektiver Einzelkämpfer, zu mehreren in speziellen Modulen, als flexibles Lichtband oder auch in Kombination mit anderen Lampen.
Tipp: Die kleinen LEDs eignen sich ideal zum Einbau in Wände, Böden, Möbel oder Vouten. Mit farbigem Licht setzen sie auffallende Akzente. Moderne Technik gestattet Farbveränderungen – auch im kontinuierlichen Lichtverlauf – per Fernbedienung.
Halogenlampen
Wenn in Wohnräumen brillantes, angenehm-weißes Licht und sehr gute Farbwiedergabe gefragt sind, ist die Halogenlampe erste Wahl. Halogenlampen gibt es für normale Netzspannung und als Niedervolt-Halogenlampen, die immer mit einem Transformator betrieben werden müssen.
Besonders energieeffizient sind Niedervolt-Halogenlampen mit Infrarotbeschichtung (= IRC): Sie sparen im Vergleich zur herkömmlichen Glühlampe etwa 40 Prozent Energie.
Tipp: Das brillante Licht der Halogenlampen ist immer dann richtig, wenn direktes, gerichtetes Licht gefragt ist – zum Beispiel in der Akzentbeleuchtung. Strom sparend sind moderne IRC-Halogenlampen.
Energiesparlampen / Leuchtstofflampen
Energiesparlampen sind „gefaltete“ Leuchtstofflampen. Sie sind die Sparfüchse im Stromverbrauch: Arbeiten sie mit einem elektronischen Vorschaltgerät (EVG), verbrauchen bei gleicher Helligkeit bis zu 80 Prozent weniger Energie als Glühlampen. Eine neue Generation von Leuchtstofflampen lässt sich auch dimmen und bietet eine sehr gute Farbwiedergabe mit Werten von Ra ≥ 90.
Energiesparlampen lassen sich einfach gegen Glühlampen austauschen: Sie tragen denselben Sockel – E27 oder E14 – und das Vorschaltgerät in der Regel gleich im Gehäuse. Übrigens: Bei Energiesparlampen lohnt es sich, auf Qualität zu achten.
Tipp: Da das Licht von Energie- und Leuchtstofflampen nicht das gesamte Farbspektrum aufweist, sollte es im Wohnbereich immer mit brillantem Halogenlicht kombiniert werden. Energie- und Leuchtstofflampen eignen sich bestens für indirekte, diffuse Raumbeleuchtung – also zum Beispiel für Deckenfluter, größere Schirmleuchten oder Leuchten, die Stimmungslicht spenden (zum Beispiel auf der Fensterbank).
Glühlampe
Good-bye „Glühlampe”: Die Tage des „Prototyps” aller elektrischen Lichtquellen – noch immer millionenfach im Einsatz – sind gezählt. Weil sie mehr Wärme als Licht produziert, darf die Glühlampe ab 2012 in Europa nicht mehr verkauft werden.
Tipp: Nicht grämen, sondern Energie sparen. Glühlampen können ganz einfach gegen Energiesparlampen, LED-Lampen oder Halogenlampen ausgetauscht werden.
Ausführlichere Informationen zu einzelnen Lampentypen finden Sie in der Rubrik Licht-Know-how; weitere Infos zu speziellen Lampen in der Rubrik „Produkte und Hersteller”.





