Gütemerkmal Lichtfarbe

Der Mensch erlebt seine Umwelt nicht nur als Hell und Dunkel, Licht und Schatten, sondern auch durch Farben. Das von Lampen abgestrahlte Licht besitzt eine Eigenfarbe, die sogenannte Lichtfarbe. Sie wird bestimmt durch die Farbtemperatur in Kelvin (K). Je höher die Temperatur, desto weißer die Lichtfarbe. 

Die Lichtfarben von Lampen sind in drei Gruppen eingeteilt: 

  • Warmweißes (ww) Licht wird als gemütlich und behaglich empfunden. 
  • Neutralweißes (nw) Licht erzeugt eine eher sachliche Stimmung.
  • Tageslichtweißes (tw) Licht eignet sich für Innenräume erst ab einer Beleuchtungsstärke von 1.000 Lux.

Die Lichtfarbe der Lampen

Lichtfarbe 

Farbtemperatur in Kelvin 

warmweiß

< 3.300

neutralweiß

3.300 - 5.300

tageslichtweiß

> 5.300


Das Licht von Lampen gleicher Lichtfarbe kann unterschiedliche Farbwiedergabeeigenschaften besitzen. Grund dafür ist die unterschiedliche spektrale Zusammensetzung der Lichtfarbe. Daher ist es auch nicht möglich, aus der Lichtfarbe einer Lampe auf die Qualität ihrer Farbwiedergabe zu schließen. Lichtfarbe und Farbwiedergabeeigenschaft können durch spezielle Vorsätze, die das Licht lenken, filtern oder einfärben, verändert werden.

Farbtemperatur bestimmen

Die Farbtemperatur der Farbe einer Lichtquelle wird durch Vergleich mit der Farbe eines „Schwarzen Strahlers“ bestimmt. Dieser „Schwarze Strahler“ ist ein „idealisierter“ Körper, zum Beispiel aus Platin, ohne Reflexionsstrahlung. Er schluckt also das Licht, das auf ihn fällt. Wird er langsam erhitzt, durchläuft er eine Farbskala von Dunkelrot, Rot, Orange, Gelb, Weiß bis zu Hellblau. Je höher die Temperatur, desto weißer die Farbe.