Leuchten und ihr lichttechnischen Eigenschaften
Für die Auswahl geeigneter Leuchten sind vier lichttechnische Eigenschaften maßgeblich:
- Die Verteilung des Lichtstroms
- und der Lichtstärke,
- der Wirkungsgrad der Leuchte
- und ihre Blendungsbegrenzung.
Lichtstromverteilung
Leuchten verteilen und lenken das Licht von Lampen. Jeder Lampentyp weist eine bestimmte Lichtleistung auf. Lichttechniker sprechen hier vom Lichtstrom, gemessen in Lumen (lm).
Der gesamte Leuchtenlichtstrom besteht aus Teillichtströmen in den unteren und oberen Halbraum der Leuchte. Je nachdem, wie hoch der Lichtstromanteil in beiden Halbräumen ist, strahlt die Leuchte das Licht indirekt oder direkt ab (nach DIN 5044):
Leuchtenart | Lichtstromanteil in % |
|
| im unteren Halbraum | im oberen Halbraum |
Direkt | 100...90 | 0...10 |
Vorwiegend direkt | 90...60 | 10...40 |
Gleichförmig | 60...40 | 40...60 |
Vorwiegend indirekt | 40...10 | 60...90 |
Indirekt | 10...0 | 90...100 |
Lichtstärkeverteilung
Die räumliche Verteilung der Lichtstärke wird als Lichtstärkeverteilung beschrieben. Sie wird in Polarkoordinaten visualisiert, indem die Lichtstärke-Endpunkte zur Lichtstärkeverteilungskurve (LVK) verbunden werden.
An der LVK können Form und Symmetrie der Lichtstärkeverteilung abgelesen werden. Wichtigste Unterscheidungen sind tief- oder breitstrahlende sowie symmetrisch oder asymmetrisch strahlende Leuchten. LVKs sind Grundlage für die Planung der Beleuchtung in Innen- und Außenbereichen.
Wirkungsgrade
Wie effektiv eine Leuchte das Licht einer Lampe verteilt, beschreiben Leuchtenbetriebs- und Beleuchtungswirkungsgrad. Der Leuchtenbetriebswirkungsgrad besagt, wie viel Prozent des Lichtstroms von einer oder mehreren freistrahlenden Lampe/n bei einer Umgebungstemperatur von 25 Grad Celsius aus einer Leuchte austritt. Demnach hat eine freistrahlende, das Licht in alle Richtungen abgebende Leuchte den besten Wirkungsgrad – jedoch bei schlechter Beleuchtungsqualität, da sie blendet.
Freistrahlende Leuchten haben zugleich einen schlechten Beleuchtungswirkungsgrad. Er gibt an, wie viel Prozent des Lampen-Lichtstroms dorthin gelenkt wird, wo das Licht benötigt wird, zum Beispiel auf dem Schreibtisch. Lichtlenkende Elemente verbessern den Beleuchtungswirkungsgrad: Je höher er ist, desto weniger Energie muss aufgewendet werden, um die gewünschte Beleuchtungsstärke zu erzielen.
Blendungsbegrenzung
Blendung kann die Sehaufgabe als Direkt- oder Reflexblendung empfindlich stören. Deshalb gehört Blendungsbegrenzung zu den wichtigsten lichttechnischen Eigenschaften. Je besser eine Leuchte abgeschirmt ist, desto höher ist die Beleuchtungsqualität.






