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14.09.2011

Licht hebt die Stimmung

Biologisch wirksame Beleuchtung stärkt das Wohlbefinden
Lichttherapiegeräte beugen einer saisonal abhängigen Depression vor. Sie strahlen Licht in einem großen Winkel ab, damit sich der Patient in einem weiten Bereich davor bewegen kann. Foto: licht.de

(licht.de) Für den einen hat der Herbst vor allem goldene Seiten, dem anderen schlägt er aufs Gemüt. Etwa fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden im Winterhalbjahr unter Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder schlechter Stimmung. In manchen Fällen entwickeln sich diese Symptome zu einer saisonal abhängigen Depression (SAD). Als eine Ursache für den „Winterblues“ gilt der Lichtmangel in der dunklen Jahreshälfte, der die Bildung des „Muntermacher“-Hormons Serotonin hemmt.

Der Ratschlag vieler Mediziner lautet daher: mehr Licht. Schon ein Spaziergang kann helfen, denn auch an einem trüben Wintertag liegt die Beleuchtungsstärke im Freien bei 3.000 Lux und mehr. Zu Hause können Lichttherapie-Geräte Betroffenen eine Extraportion Licht verschaffen, rät licht.de, die Fördergemeinschaft Gutes Licht. Details der Behandlung legen Patient und Arzt gemeinsam fest.

Lichttherapie-Geräte verteilen ihr tageslichtweißes Licht über eine breite leuchtende Fläche, damit sich der Nutzer in einem weiten Bereich bewegen kann. Die Beleuchtungsstärke beträgt bis zu 10.000 Lux. Empfehlenswert ist eine Lichttherapie am Morgen, um den Körper für den Tag in Schwung zu bringen. Meistens bessern sich die Symptome der Betroffenen durch die Lichttherapie schnell – und das ganz ohne Medikamente.

Beispiel: Dynamisches Licht hilft alten Menschen

Aber auch in anderen Fällen wird die heilende biologische und emotionale Wirkung des Lichts auf den Menschen therapeutisch genutzt: So haben ältere Menschen oft mit einem gestörten Biorhythmus zu kämpfen, leiden nachts unter Schlafproblemen und bei Tag unter Müdigkeit. Sie sind daher weniger aktiv – mit negativen Folgen für ihr Sozialleben. Demenzkranke sind besonders betroffen.

Bei Studien wurde festgestellt, dass eine biologisch wirksame Beleuchtung die Lebensqualität älterer und demenzkranker Menschen deutlich verbessern kann. Dafür hat ein Seniorenheim in Wien die Beleuchtungsstärken im Tagesverlauf gezielt erhöht und die Lichtfarben verändert. Breite Lichtdecken geben über eine große Fläche verteilt Helligkeit ab und bilden so eine wichtige Eigenschaft des Tageslichts nach. Das Ergebnis: Die Bewohner reden häufiger miteinander und beteiligen sich verstärkt an Aktivitäten. Nachts können sie besser schlafen.

Forschung wird intensiviert

Auch in Büros, Schulen und an Industriearbeitsplätzen wird die Wirkung des Lichts auf den menschlichen Körper zunehmend genutzt, um Wohlbefinden und Motivation zu steigern. Allerdings stehen die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Möglichkeiten und Chancen biologisch wirksamer Beleuchtung noch am Anfang. Immer mehr Universitäten und Wissenschaftszentren wenden sich diesem vielversprechenden Forschungsgebiet zu. Weitere Anwendungsmöglichkeiten für biologisch wirksames Licht sind also zu erwarten.

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