08.12.2016

Mehr Wohlbefinden für Alzheimerpatienten

Studie: Circadiane Beleuchtung lindert Symptome

Eine biologisch wirksame Beleuchtung hat positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Menschen, die an Alzheimer erkrankt sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der ORPEA-Gruppe in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Nizza. Der Anbieter von Pflegedienstleistungen und Wohneinrichtungen will nichtmedikamentöse Behandlungsansätze für neurodegenerative Krankheiten fördern. Untersucht wurden etwa die Auswirkungen des dynamischen Lichts auf die Dauer der Schlafphasen, Verhaltensauffälligkeiten und Angstzustände. Denn: 44 Prozent der Alzheimerpatienten leiden auch an einem gestörten Schlafrhythmus. Die Folge sind verstärkte Krankheitssymptome.

Mit einer dynamischen, circadianen Lichtlösung, die sich in der Lichtfarbe und -intensität am natürlichen Tagesverlauf der Sonne orientiert, lässt sich der Biorhythmus wieder stabilisieren – die Patienten schlafen ruhiger, fühlen sich wohler und können sich besser konzentrieren. Das Lichtmanagementsystem variierte unter anderem die Farbtemperatur der Leuchten im Tagesverlauf zwischen 3.000 und 6.500 Kelvin. Allein im Gemeinschaftsraum führte dies zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner. Im Langzeitbetrieb wird zudem erwartet, dass weniger Medikamente benötigt werden. Dies soll eine Folgestudie nachweisen.

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