Halogenlampen: klein und brillant

Klein und mit brillantem Licht, dabei einfach in der Anwendung: Halogenlampen sind eine beliebte Alternative zur Glühlampe und besonders interessant für den designorientierten Einsatz.

Halogenlampen sind eine Weiterentwicklung der Glühlampe. Sie gehören ebenfalls zur Familie der Temperaturstrahler, deren Licht durch die Erhitzung einer Wolframwendel entsteht. Halogenlampen arbeiten viel wirtschaftlicher als Glühlampen: Ihre Kolben sind mit Halogengas gefüllt, das den Verschleiß der weiß glühenden Wolframwendel verringert und die Schwärzung des Kolbens aus Quarzglas reduziert.

Vorteile der Halogenlampen

Dass Halogenlampen so beliebt sind, liegt in ihren Vorteilen gegenüber der Glühlampe:

  • Sie haben eine relativ gute Lichtausbeute von bis zu 25 lm/W,
  • ihre Lebensdauer ist im Vergleich zur klassischen Glühlampe (1.000 Stunden) mit bis zu 5.000 Stunden erheblich länger,
  • der Lichtstrom bleibt konstant, weil sich keine Wolframteilchen auf dem Kolben ablagern,
  • ihre Farbwiedergabe ist sehr gut (Ra = 100)
  • und schließlich überzeugt ihre Lichtfarbe, ein brillantes Warmweiß.

Halogenlampen gibt es in der Hochvolt-Ausführung für Netzspannung 230 Volt und als Niedervolt-Lampen. Alle Halogenlampen sind dimmbar, bei den Niedervolt-Lampen müssen Dimmer und Transformator zueinander passen.

Hochvolt-Halogenlampen

Halogenlampen für Netzspannung gibt es in zahlreichen Ausführungen. Energie sparende Lampen enthalten Xenon; zweiseitig gesockelte, stabförmige Lampen (Sockel R7s) haben wie Niedervolt-Lampen die Energie sparende IRC-Technik.

Hochvolt-Halogenlampen mit Schraubsockel eignen sich problemlos, um Glühlampen zu ersetzen. Mit großem („E27“) und kleinem („E14“) Schraubsockel haben sie klare oder matte Kolben, es gibt auch Pressglasreflektor (PAR)-Lampen. Die zweiseitig gesockelte (Sockel R7s) stabförmige Hochvolt-Halogenlampe spendet überwiegend flutendes Licht. Reflektorlampen und Lampen ohne Reflektor – beide mit Stecksockel – sind eine Alternative zu Niedervolt-Lampen gleicher Bauart. Weil sie mit Netzstrom arbeiten, benötigen sie keinen vorgeschalteten Transformator.

Weniger energieeffiziente Halogenlampen teilen das Schicksal der Allgebrauchsglühlampen: Sie dürfen nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Dies ist geregelt in der Verordnung Nr. 244/2009 „Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht". Ab 2016 sind nur noch Halogenlampen der Energie-Effizienzklasse B zulässig.

Niedervolt-Halogenlampen

Niedervolt-Halogenlampen stehen seit den 1980er-Jahren für „viel Licht mit wenig Lampe“. Sie sind die Stars in Seil- und Stangensystemen und tragen stets Stecksockel. Niedervolt-Halogenlampen werden an Transformatoren betrieben und sind in der Regel für Spannungen bis zu 12 Volt ausgelegt; es gibt jedoch auch Lampen für den Betrieb an 6 oder 24 Volt.

Niedervolt-Lampen gibt es ohne oder mit Reflektoren aus Metall oder verspiegeltem Glas, in verschiedenen Ausstrahlungswinkeln und mit unterschiedlichen Reflektorgrößen. Bei Kaltlicht-Reflektorlampen werden zwei Drittel der Wärme ausgefiltert und nach hinten abgeführt. Dadurch sind wärmeempfindliche Materialien, zum Beispiel Museumsobjekte, vor starker Hitze geschützt. Matte Niedervolt-Halogenlampen wurden im September 2009 vom Markt genommen. 

IRC-Technik spart Energie

Energie sparende Ausführungen arbeiten mit IRC-Technik: Infra-Red-Coating senkt den Energieverbrauch bei unverändertem Lichtstrom um bis zu 30 Prozent. Dabei handelt es sich um eine spezielle Beschichtung des Lampenkolbens: Sie reflektiert die Wärmestrahlung von der Glühwendel zum größten Teil wieder auf die Wendel.

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