LEDs: langlebig, robust und sehr sparsam

Klein, robust und energieeffizient: LEDs haben sich binnen kürzester Zeit vom Signalanzeiger zu Stars der Beleuchtung entwickelt. Die Leuchtdioden – in der englischen Bezeichnung Light Emitting Diodes (LEDs) oder auf Deutsch Licht emittierende Dioden – begegnen uns überall im Alltag. Seit langem werden sie in Taschenlampen, Garten- und Büroleuchten und Orientierungsleuchten genutzt. Inzwischen haben sie fast alle Bereiche der Allgemeinbeleuchtung erobert.

Zu ihren Vorteilen zählen:

  • niedriger Stromverbrauch,
  • geringe Leistungsaufnahme,
  • lange Lebensdauer,
  • keine UV- oder IR-Strahlung,
  • sie entwickeln kaum Wärme,
  • weitgehend resistent gegen Erschütterungen,
  • extrem wenige Frühausfälle,
  • sehr kompakte Bauweise und
  • einfach zu steuern.

LED-Leuchten und LED-Lampen

LEDs spielen ihre vielen Vorteile vor allem in speziell konstruierten LED-Leuchten oder LED-Modulen hochwertiger Qualität aus. Hier sind alle Komponenten exakt aufeinander abgestimmt für gute Lichtqualität, hohe Effizienz und lange Lebensdauer. Eine energiesparende Alternative vor allem für den privaten Wohnbereich sind auch LED-Lampen mit Schraub- oder Stecksockel: Diese sogenannten Retrofits erreichen zwar nicht die Lebensdauer kompletter LED-Leuchten, arbeiten aber bis zu vielen tausend Stunden und sind einfach auszutauschen.

Leuchtdiode: ein elektronisches Halbleiterkristall

LEDs sind elektronische Halbleiterkristalle. Fließt Strom durch sie hindurch, geben sie – je nach Beschaffenheit der Halbleiterlemente – Licht in den Farben Rot, Grün, Gelb oder Blau ab.

Ihr ausschließlich farbiges Licht hat die Einsatzmöglichkeiten von LEDs zunächst stark eingeschränkt. Lange Zeit wurden sie lediglich als Signallicht in Schaltern oder Displays eingesetzt. Ende der 1990er Jahre erweiterten Ingenieure jedoch das Farbspektrum der Leuchtdioden: Mithilfe einer zusätzlichen internen, gelblich fluoreszierenden Leuchtschicht können blau leuchtende LEDs seither auch weißes Licht erzeugen – effektiv und kostengünstig.

Alternativ ist es auch möglich, drei verschiedene Leuchtdioden – rot, blau und grün – zu bündeln, um die Mischfarbe Weiß zu erhalten. Diese Methode ist immer dann richtig, wenn Farbwechsel gewünscht sind. Moderne LEDs können aus diesen drei Farben nach dem RGB-Muster mehr als 16 Millionen Farbtöne mischen.

LEDs sind einfach zu steuern

Über spezielle Module lassen sich LEDs komfortabel steuern und regeln. Damit empfehlen sie sich für eine biologisch wirksame Beleuchtung, die Lichtfarbe und Helligkeit nach dem Vorbild des Tageslicht verändert.

Farbiges LED-Licht und dynamische Farbfolgen wirken ansprechend in Verkaufsräumen und Foyers; zur Entspannung werden Farbwechsel zum Beispiel auch gerne in Wellnessbereichen eingesetzt.

Lichtausbeute und Lebensdauer von LEDs

LEDs gibt es heute in allen Weißtönen. Die Farbtemperatur – gemessen in Kelvin (K) – gibt Auskunft über die Lichtfarbe: warmweiß (> 3.000 K), neutralweiß (bis 5.000 K) oder tageslichtweiß (Lichtfarbe> 5.000 K).Licht dieser Weißtöne erreicht einen Farbwiedergabe-Index zwischen Ra ≥ 70 und Ra ≥ 90. Der Ra-Wert für tageslichtweiße LEDs liegt zwischen 70 und 80. Eine Lichtausbeute von 100 bis 130Lumen/Watt ist inzwischen problemlos möglich.

Auch bei der Lebensdauer kann die LED punkten. Bei günstigen Betriebsbedingungen können LEDs problemlos mehrere 10.000 Stunden genutzt werden. Wichtig zu wissen: LEDs degradieren. Sie fallen praktisch nie aus, allerdings nimmt ihre Lichtintensität mit der Zeit ab.

 

Mehr Informationen zu LEDs und praktische Anwendungsbeispiele gibt es im umfangreichen LED-Special sowie auch in den Videos von licht.de.

Begriffe, Definitionen und Planungstipps geben außerdem Heft licht.wissen 17 sowie der ZVEI-Leitfaden „Planungssicherheit in der LED-Beleuchtung“

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