Sehen und erkennen

Für gutes Sehen und Erkennen müssen mindestens vier Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Zum Sehen von Objekten und deren Details ist eine Mindestleuchtdichte (Adaptionsleuchtdichte) erforderlich. Objekte, die im Tageslicht mühelos auch im Detail zu erkennen sind, verschwimmen in der Dämmerung. Und im Dunkeln werden sie nicht mehr wahrgenommen.
     
  2. Um ein Objekt gut erkennen zu können, muss es einen Mindestkontrast (Helligkeitsunterschied) gegenüber der unmittelbaren Umgebung aufweisen. In der Regel ist dies gleichzeitig ein Farb- und Leuchtdichtekontrast.
     
  3. Betrachtete Objekte müssen eine Mindestgröße haben.
     
  4. Wahrnehmung bedarf einer Mindestzeit. So ist zum Beispiel ein Rad, das sich langsam dreht, deutlich auch im Detail zu erkennen. Bei höheren Umdrehungen werden die Details immer undeutlicher und verschwimmen. Ein Geschoss wiederum ist zu schnell, um überhaupt erkannt werden zu können.

Die Beleuchtungsplanung hat die Aufgabe, durch hohe Leuchtdichten, ausreichende Kontraste und gleichmäßige Beleuchtung im Gesichtsfeld gute Sehbedingungen zu schaffen.

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