Sehschärfe und Sehleistung

Die Sehschärfe bestimmt die Fähigkeit der Augen, Formen, Farben und einzelne Details zu erkennen. Prinzipiell gilt dabei: Je besser die Augen an das jeweilige Helligkeitsniveau angepasst sind (Adaptation), desto besser die Sehschärfe. Weitere Faktoren sind die Fähigkeit der Netzhaut, Informationen aufzulösen, und die Qualität der optischen Abbildung.

Gründe für ungenügende Sehschärfe können sein:

  • Augenfehler, wie Kurz- oder Weitsichtigkeit,
  • zu geringe Kontraste im Gesichtsfeld
  • zu geringe Leuchtdichten.

Die Sehleistung hängt wesentlich von der Verteilung der Leuchtdichte – dem Helligkeitseindruck, den das Auge von einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche hat –  und von der Sehschärfe ab. Weitere beeinflussende Faktoren sind:

  • der Adaptationszustand des Auges (Hell-Dunkeladaptation),
  • der Kontrast des Sehobjektes im Verhältnis zu seiner Umgebung,
  • die Größe des Sehobjektes und
  • die Wahrnehmungsgeschwindigkeit (Zeit, in der der visuelle Eindruck verarbeitet werden kann).

Für optimales Sehen muss der Adaptationsvorgang abgeschlossen, Kontrast und Größe des Objektes ausreichend sein. Und: Je geringer die Wahrnehmungsgeschwindigkeit, desto besser die Sehleistung. Der Eindruck aus einem vorbeifahrenden Auto heraus ist also weniger nachdrücklich als die visuelle Wahrnehmung eines Fußgängers. Mit steigendem Alter nimmt die Sehleistung ab.

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