Wellenlänge und Strahlung

Licht ist jener schmale Teil der elektromagnetischen Strahlung, den das Auge wahrnehmen kann. Diese sichtbare Strahlung ruft im Auge eine Hell- und eine Farbempfindung hervor. Das sichtbare Licht besteht aus schwingenden Energieeinheiten, den Energiequanten, und unterscheidet sich von anderen elektromagnetischen Strahlungen nur durch die Wellenlänge. So sind Lichtwellen wesentlich kürzer als beispielsweise langwellige Rundfunk- oder Radarwellen. Die Wellenlänge wird in Nanometer (nm) gemessen. Ein Nanometer ist der milliardste Teil eines Meters (10 -9 m).

Strahlungsphysikalische Eigenschaften

Heute werden zwei Modelle zur Erklärung der strahlungsphysikalischen Eigenschaften des Lichtes – seiner Wirkungen und Gesetzmäßigkeiten – verwendet. Isaac Newton entwickelte das Korpuskular-Modell des Lichtes, nach dem sich Energieeinheiten mit Lichtgeschwindigkeit geradlinig von der Lichtquelle ausbreiten. Von Christiaan Huygens stammt das Wellenmodell des Lichtes, nach dem man sich Lichterscheinungen ähnlich wie Schallvorgänge vorstellt. Mehr als hundert Jahre lang erzielten Wissenschaftler keine Einigung darüber, welches Modell das richtige sei. Heute werden beide Modelle angewendet.

Jeder Spektralfarbe entspricht eine bestimmte Wellenlänge

1822 gelang es Augustin Fresnel die Wellenlänge des Lichtes zu bestimmen. Er bewies, dass jeder Spektralfarbe eine ganz bestimmte Wellenlänge zukommt. Sein Ausspruch „Licht zu Licht gebracht ergibt Dunkelheit“ fasst seine Erkenntnis zusammen: Licht gleicher Wellenlänge löscht sich gegenseitig aus, wenn es in entsprechender Phasenlage zueinander gebracht wird. Zu jeder Wellenlänge gehört also ein bestimmter Farbeindruck – und vom kurzwelligen Violett über Blau, Blaugrün, Grün, Grüngelb, Orange bis zum langwelligen Rot weist das Spektrum des Sonnenlichts einen kontinuierlichen Übergang auf. Die Wellenlängen der sichtbaren Strahlung reichen von 380 nm (violett) bis 780 nm (rot).

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