23.10.2017

Badezimmer richtig beleuchten

Mit biologisch wirksamen Licht geht schon beim Zähneputzen die Sonne auf

Die beiden Wandleuchten links und rechts vom Spiegel leuchten Gesichter gleichmäßig aus; den Bereich über der Toilette erhellt eine weitere Wandleuchte. (Foto: licht.de)

(licht.de) Die Beleuchtung trägt entscheidend dazu bei, dass ein Badezimmer wohnlich wirkt. Licht dient zugleich auch der Sicherheit: Es macht nasse Stellen und Stolperfallen sichtbar. Wer bei der Planung ein paar Regeln beachtet, findet für jedes Badezimmer – ob Wellnesstempel oder kleines Duschbad – schnell das passende Lichtkonzept, das Allgemeinbeleuchtung, Akzentbeleuchtung und Licht am Spiegel beinhaltet.

Ein gutes Beleuchtungskonzept im Badzimmer gibt Orientierung. Lichtzonen kennzeichnen in großzügigen Bädern die verschiedenen Bereiche und heben zum Beispiel das häufig genutzte Waschbecken optisch hervor. Die Leuchten sollten getrennt zu schalten und zu dimmen sein. Für die Grundbeleuchtung im Badezimmer sind Einbau- und Anbauleuchten gut geeignet. Die Brancheninitiative licht.de empfiehlt mindestens 300 Lux Beleuchtungsstärke. Dabei ist zu beachten: Dunkle Flächen schlucken Licht, helle reflektieren es. Daher sollte die Lampenleistung bei tieferen Farbtönen erhöht werden. In sehr kleinen Bädern kann eine Beleuchtung an beiden Seiten des Spiegels schon ausreichend sein.

Wellness als Ausgleich gegen den Alltagsstress

Eine indirekte Beleuchtung verschönert jedes Bad: Sie entsteht, wenn das Licht auf Wand oder Decke gelenkt und von dort zurück in den Raum reflektiert wird. Doch nur in Kombination mit gerichtetem Licht entsteht eine spannungsreiche Atmosphäre. Einzelne Lichtpunkte lockern das Ambiente auf. Dafür können Einbauleuchten in Decke, Fußboden oder Wandnischen eingebettet werden. Als Akzentbeleuchtung für Regale eignen sich Möbelanbau- oder Möbeleinbauleuchten. Gedimmtes Licht beim entspannenden Schaumbad verwandelt das Bad in eine private Wohlfühloase.

Mit Lichtsteuerung zum Lichtluxus
Eine Lichtsteuerung bietet verschiedene Lichtszenen an, die aus einem Badezimmer einen Wellnesstempel machen, z. B. Sonnenaufgang oder  Kerzenscheinstimmung. In das Lichtmanagement integrierte Präsenzmelder ersparen außerdem bei einem nächtlichen Gang zur Toilette die lästige Suche nach dem Schalter.

Wer morgens schneller fit sein möchte, entscheidet sich für eine biologisch wirksame Beleuchtung. Morgens ist dann ein Licht mit hohem Blauanteil richtig: Sie fördern die Bildung des „Muntermacher“-Hormons Serotonin und wirken aktivierend. Voraussetzung für eine biologisch wirksame Beleuchtung, die das Licht des Tagesverlaufs imitiert, sind ein Lichtmanagementsystem oder getrennt schaltbare Leuchten. Leuchten und Lampen mit mehreren Lichtfarben können morgens mit tageslichtweißem Licht aktivieren und abends mit warmweißem Licht den Körper zur Ruhe kommen lassen.

Am Spiegel gilt: Schatten vermeiden
Um das Gesicht schattenfrei widerzuspiegeln, sollten Leuchten rechts und links vom Spiegel angebracht werden. Besonders gut eignen sich dafür länglich geformte Leuchten, die das Licht diffus streuen. Bei großen Spiegeln ergänzt zusätzliches Licht von oben die Beleuchtung. Eine warmweiße Lichtfarbe mit hoher Farbwiedergabe (Farbwiedergabeindex Ra 90 oder mehr) erfüllt die Anforderungen einer natürlichen Beleuchtung besonders gut. Satinierte Leuchten oder Leuchten aus Opalglas streuen das Licht, ohne zu blenden.

Vorsicht: Feuchtigkeit und Strom vertragen sich nicht
Sicherheit spielt beim Licht im Bad eine wichtige Rolle. Badewanne und Dusche sowie deren unmittelbare Umgebung sind laut DIN VDE-Norm 0100 Teil 701 besondere Schutzbereiche, in denen nur Leuchten verwendet werden dürfen, die gegen Spritzwasser gesichert sind und mit niedrigen Spannungen betrieben werden. Lichtplaner und Elektroinstallateure sorgen dafür, dass die Beleuchtung richtig eingebaut wird und Richtlinien eingehalten werden.

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