23.10.2017

Das Auge isst mit

Fünf Tipps für eine gelungene Esstischbeleuchtung

Ziel der Tischbeleuchtung ist es, die Tischplatte hell auszuleuchten und die Personen in gedämpftem Streulicht zurücktreten zu lassen. (Foto: licht.de)

(licht.de) Der Esstisch ist der zentrale Treffpunkt im Haus. Hier wird am Morgen gefrühstückt und Zeitung gelesen, am Mittag mit der ganzen Familie gegessen, nachmittags werden Hausaufgaben gemacht und am Abend auch mal Karten gespielt oder ein romantisches Dinner aufgetischt. Diese vielen Nutzungen erfordern jeweils eine unterschiedliche Beleuchtung, die der jeweiligen Sehaufgabe gerecht wird. Planungstipps helfen, ein flexibles und stimmiges Lichtkonzept über den Esstisch zu zaubern.

Tipp 1: Freier Blick
Pendelleuchten sind über der Tafel besonders beliebt. Entscheidend ist die richtige Höhe: Ein Abstand von 60 Zentimetern zwischen Tisch und Unterkante der Leuchte sorgt dafür, dass offene Schirme nicht blenden und der Blick zum Tischnachbarn auf der anderen Seite frei ist. Für Schul- oder Büroarbeiten ist dieser Abstand aber oft zu noch hoch. Die Lösung sind stufenlos verstellbare Leuchten.

Tipp 2: Form, Abstand und Anzahl der Leuchten
Bei der Auswahl der Leuchte sollte sich das Design an der Form des Tisches orientieren: Ein runder Tisch kommt mit ebenfalls runden Leuchten bestens zur Geltung. Zu einem rechteckigen Tisch passen längliche Formen oder mehrere linear positionierte Pendelleuchten. Dabei wird eine ungerade Anzahl von den meisten Menschen als besonders harmonisch wahrgenommen. Der Abstand zwischen den Pendeln richtet sich nach der Länge des Tisches. Ein Beispiel: Werden drei Pendelleuchten eingesetzt, am bestens den Tisch in gleichlange Viertel teilen und jeweils am Ende eines Viertels die Leuchte platzieren.

Tipp 3: Flexible Beleuchtung für ausziehbare Tische
An der Decke montierte Stromschienen oder Seil- und Stangensysteme sind eine clevere Lösung für ausziehbare Esstische. Leuchten und Strahler können ganz einfach ab- und wieder angehängt werden oder lassen sich verschieben. Dafür wird auch nur ein Stromauslass benötigt. Der Clou: Diese Systeme können auch über Eck angebracht werden.

Tipp 4: Farbtemperatur & Farbwiedergabe

Beim Kauf einer Lichtquelle stehen warmweiße (bis 3.000 Kelvin), neutralweiße (bis 5.000 Kelvin) und tageslichtweiße (über 5.000 Kelvin) Leuchtmittel zur Verfügung. Während warmweißes Licht gemütlich wirkt und zum Entspannen einlädt, eignet sich Tageslichtweiß besonders gut zum Arbeiten. Einige Modelle liefern von Haus aus zwei oder drei Lichtfarben. Sie werden meist smart per App bedient oder bei einigen Ausführungen auch durch das mehrfache Betätigen des Schalters.

Wichtig ist eine gute bis sehr gute Farbwiedergabe der Lichtquellen. Der Ra-Wert gibt an, wie natürlich Farben im Licht einer Lampe wiedergegeben werden. Mit einem erhöhten Farbwiedergabeindex von mindestens Ra 85 kommen die natürlichen Farbennuancen der aufgetischten Köstlichkeiten optimal heraus. So wird eine leckere Speise auch optisch zum Hochgenuss.

Tipp 5: Dimmen und Lichtmanagement
Für Multifunktionstische ist dimmbares Licht fast schon ein Muss. Moderne LED-Pendelleuchten mit integriertem LED-Modul können häufig ganz bequem per Berührung gedimmt werden. Aber nicht alle LED-Lampen sind dimmbar. Käufer sollten auf den Verpackungshinweis „dimmable“ achten. Es muss zudem geprüft werden, ob der Dimmer kompatibel ist. Qualitätshersteller bieten im Internet Kompatibilitätslisten zum Nachschlagen an.

Mit einer zentralen Lichtsteuerung wird das Abendessen in geselliger Runde  zum Lichterlebnis: Beim Tafeln sorgt fokussiertes Licht auf dem Esstisch für beste Sicht. Das Dessert kann dann bei einem gedimmten, warmem und indirektem Licht stimmungsvoll eingenommen werden.

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