14.10.2019

Sechs Tipps für mehr Lichtkomfort

Was gutes Licht ausmacht, erkennen Sie an den Gütemerkmalen

Die LED-Deckenleuchte kann mit der Dim-to-Warm-Funktion beim Herunterdimmen die Lichtfarbe zu einem wärmeren Ton wechseln. (Foto: licht.de/Grossmann)

(licht.de) Wenn der Griff in den Kleiderschrank fehlgeht, weil Blau und Schwarz nicht zu unterscheiden sind, oder das leckere Essen, das eben unter der Herdbeleuchtung noch so appetitlich aussah, auf dem Esstisch fad erscheint – dann haben Sie vermutlich ein Lichtproblem. Ursache können Leuchtmittel sein, die nicht leistungsstark genug sind oder einen zu niedrigen Farbwiedergabewert haben. Die Brancheninitiative licht.de hat sechs Tipps zusammengestellt, mit denen Sie ganz leicht vom Lichtproblem zum Lichtkomfort wechseln.

Tipp 1: Natürlich wirkende Farben
Die Farbwiedergabeeigenschaft einer Lichtquelle gibt an, wie natürlich die Farben unserer Umgebung unter ihrem Licht wirken. Eine gute Farbwiedergabe ist besonders im Bad und bei Platzbeleuchtungen wichtig, – z. B. am Schreibtisch oder am Herd. Der Farbwiedergabeindex informiert über die Qualität der Lichtquelle: In Wohnräumen sollten es mindestens Ra 80 sein, besser mehr.

Tipp 2: Sparsame Lichtquellen
Die Lichtausbeute gibt an, wie energieeffizient eine Lichtquelle arbeitet. Sie sagt aus, wie viel Lichtstrom (= Lumen, lm) pro Watt erzeugt wird (= Lumen pro Watt, lm/W).

Tipp 3: Sehaufgaben gut bewältigen
Die Beleuchtungsstärke hat großen Einfluss darauf, wie schnell, sicher und leicht eine Sehaufgabe von den Augen gemeistert wird, beispielsweise bei der Computerarbeit. Sie wird in Lux (lx) gemessen und beschreibt die Lichtmenge, die auf eine Fläche trifft.

Tipp 4: Blendung vermeiden
Blendung ist der Feind der Sehleistung und führt auf Dauer zu Ermüdung und Konzentrationsschwäche. Achten Sie darauf, direkte Blendung durch nicht abgeschirmte Lichtquellen oder schlecht ausgerichtete Leuchten zu vermeiden. Blendung kann auch durch Spiegelungen entstehen.

Tipp 5: Mit Licht und Schatten spielen
Gleichmäßig hell ausgeleuchtete Räume wirken unangenehm. Das Auge freut sich am Spiel von Licht und Schatten: Ideal zum Wohnen ist daher eine Kombination aus indirektem, diffusem Licht (z. B. Deckenfluter) mit gebündeltem, direktem Licht (z. B. Downlights oder Spots).

Tipp 6: Licht für den Menschen
Licht ist ein machtvolles Instrument. Schon morgens im Bad und beim Frühstück in der Küche hilft uns ein intensives kühlweiße Licht, wach zu werden und gut in den Tag zu starten. Nach einem aktiven Tag signalisiert der Wechsel zu warmen Lichtfarben den nahenden Abend. Warmtoniges Licht lässt den Körper zur Ruhe kommen und lädt zum Ausruhen ein. Dafür sind dimmbare Lichtquellen mit verschiedenen Farbtemperaturen geeignet. Am Morgen aktivieren Farbtemperaturen von mehr als 5.300 Kelvin (Lichtfarbe Tageslichtweiß) und flächig strahlende Leuchten. Am Abend ist punktuelles Licht mit maximal 3.300 Kelvin (Lichtfarbe Warmweiß) geeignet. Für höchsten Lichtkomfort steht eine Lichtsteuerung, die sich am Verlauf des natürlichen Tageslichts orientiert (Human Centric Lighting, kurz HCL). Denn biologisch wirksames Licht stabilisiert die innere Uhr, sorgt so für erholsamen Schlaf und für ein Plus an Vitalität und Wohlbefinden.

Zurück