Finanzierung: Förderung und Contracting

Investitionskapital für die Modernisierung der Beleuchtung steht in Unternehmen und Kommunen häufig nur begrenzt zur Verfügung. Förderprogramme erleichtern die Finanzierung – und neue Partnermodelle bieten „Licht als Serviceleistung“ zu einem festen monatlichen Betrag.


Nachhaltigkeit ist politisch gewünscht und wird entsprechend gefördert. Unter anderem unterstützen EU und Bundesregierung Neubau- und Sanierungsprojekte, die durch mehr Energieeffizienz zum Klimaschutz beitragen. Dazu zählen auch Maßnahmen zu energiesparender Beleuchtung, etwa in Kommunen oder Unternehmen. Die Bundesländer haben zusätzliche Maßnahmen aufgelegt.

Über sämtliche Programme des Bundes, der Länder und der EU informiert die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter www.foerderdatenbank.de.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) bietet im Rahmen der Kommunalrichtlinie spezielle Förderungen für Kommunen zur Innen- und Außenbeleuchtung an.

Zinsgünstige Kreditprogramme der KfW

Auch die bundeseigene KfW-Bankengruppe unterstützt mit zinsgünstigen Darlehen den Wechsel zu energiesparender Beleuchtung.

Für Kommunen gibt es spezielle Investitionskredite und Förderungen. Weitere Informationen zu sämtlichen Förderangeboten gibt es unter www.kfw.de.

Contracting: Licht als Serviceprodukt

„Licht als Serviceleistung“, auch Contracting genannt, ist ein erfolgreiches Modell, um die Sanierung einer Beleuchtungsanlage zu finanzieren. Es ermöglicht erhebliche Einsparungen – auch ohne Investitionen aus der eigenen Haushaltskasse. Modernisierungsmaßnahmen können mit Contracting auch bei knappem Budget zeitnah umgesetzt werden.

Energiespar-Contracting

Beim Energiespar-Contracting trägt der Investor (= Contractor) das komplette technische und wirtschaftliche Risiko: Er gibt über die gesamte Vertragslaufzeit eine Garantie für die Einsparung. Das bedeutet, dass er mit hohem Know-how die notwendigen Energiesparmaßnahmen – auch zur Bedarfsreduzierung auf Seiten des Verbrauchers – plant, finanziert und realisiert. Seine Investition refinanziert sich aus den eingesparten Stromkosten.

Energieliefer-Contracting

Beim Energieliefer-Contracting ist die Energieversorgung fester Bestandteil des Vertrages. Dieses Modell wird häufig zur Sanierung alter Straßenbeleuchtungsanlagen genutzt. Dabei investiert der Contractor in eine effizient arbeitende Beleuchtungsanlage und liefert über eine zuvor vereinbarte Vertragslaufzeit den Strom zu festen Preiskonditionen. Eine Einspargarantie gibt es in der Regel hier nicht; Mischformen sind allerdings möglich.

Vertragsformen beim Contracting

Bei Contracting-Modellen gibt es zwei mögliche Vertragsformen:

  • Laufzeit-Modell und
  • Beteiligungs-Modell.

Vereinbaren die Partner ein Laufzeit-Modell, erhält der Contractor in der Regel die eingesparten Betriebskosten als Entgelt für seine Leistungen. Für den Auftraggeber bedeutet dies: Kürzere Vertragslaufzeiten, aber keine Kosten-Einsparungen während der Laufzeit.

Beim Beteiligungsmodell erhält der Contractor nur einen bestimmten Anteil der eingesparten Betriebskosten; der andere Teil geht an den Auftraggeber. Er profitiert in diesem Fall von einer sofortigen finanziellen Entlastung – bei einer längeren Vertragslaufzeit.

Gute Vorbereitung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Basis eines fairen und sicheren Vertragsmodells sichern den Erfolg. Daher gilt: Der Erfolg eines Einspar-Contractings hängt von der Qualität der Ausschreibung und der Bewertung der Angebote ab.

Weitere Informationen

Das Kompetenzzentrum Contracting der Deutschen Energieagentur (dena) bietet Informationen, Initialberatungen zum Contracting an und vermittelt Fachleute für die Projektentwicklung: www.kompetenzzentrum-contracting.de.

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