Lichtimmissionen: Wenn Licht stört

Eine nachhaltige und umweltverträgliche Beleuchtung ist durch LED-Leuchten oder Leuchten mit Reflektortechnik zu erreichen. Das Licht kann damit ganz präzise dorthin gebracht werden, wo es benötigt wird. Unnötige Streuverluste werden damit vermieden.
Wenn das Licht einer Außenbeleuchtung derart abstrahlt, dass es in angrenzende Wohnhäuser dringt und Anwohner stört, ist die Rede von Lichtimmissionen.


Als „Lichtverschmutzung“ oder „Lichtsmog“ wird bei der Beleuchtung städtischer Ballungsräume die Lichtimmission bezeichnet, die nach oben strahlt und den Himmel erhellt. Künstliches Licht durch Straßenbeleuchtung, angestrahlte Bauwerke, Flutlichtanlagen und Leuchtreklame haben vielfältige Auswirkungen auf Mensch und Natur. Nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG) werden derartige Lichtverschmutzungen als schädliche Umwelteinwirkungen eingestuft, wenn sie durch

  • ihre Art, Ausmaß oder Dauer Gefahren, erhebliche Nachteile oder Belästigungen für die Allgemeinheit herbeiführen.

Mögliche Lichtimmissionen sollten deshalb bereits bei der lichttechnischen Planung einer Beleuchtungsanlage ausgeschlossen werden.

LiTG nennt maximal zulässige Werte

Bei der Planung neuer Lichtanlagen oder bei Sanierungen sollte die zuletzt 2012 aktualisierte „Richtlinie zur Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen“ (Licht-Richtlinie), die der Länderausschuss für Immissionsschutz (LAI) den Umweltbehörden zur Anwendungen empfohlen hat, Anwendung finden. Sie stellt zwar nur eine Empfehlung dar, wird aber im Streitfall von den Gerichten maßgeblich zur Rechtsprechung herausgezogen. Zusätzlich gibt es in einzelnen Bundesländern auch Licht-Richtlinien, so z. B. in Brandenburg.

Hilfestellung gibt die Publikation „Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen künstlicher Lichtquellen" der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft e.V. (LiTG, Publikation Nr. 17/1998). Darin hat die LiTG maximal zulässige Werte sowie Mess- und Bewertungsmethoden veröffentlicht.

Schutz des Sternenhimmels

Auch einige europäische Länder, darunter Frankreich, Italien, Spanien und Tschechien, haben Gesetze zum Schutz des Nachthimmels erlassen.

Den besten Schutz gegen „Lichtsmog“ bieten Straßen- und Außenleuchten, die ihr Licht gezielt dorthin lenken, wo es gebraucht wird: Auf Straßen, Wege und Treppen. Die Lichttechnik steht bereit – effiziente LED-Leuchten mit präziser Lichtlenkung und digitales Lichtmanagement tragen viel dazu bei, unerwünschte Lichtimmissionen zu reduzieren und nachtaktive Insekten zu schonen.

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