Entladungslampen

Leuchtstofflampen sind Niederdruck-Entladungslampen und arbeiten mit Quecksilberdampf von geringem Druck. Durch Zusammensetzung des Leuchtstoffes auf der Röhrenwand lassen sich Lichtfarbe und Farbwiedergabe von Leuchtstofflampen verändern.

Entladungslampen erzeugen Strahlung durch einen Lichtbogen zwischen zwei Elektroden. Diese Strahlung tritt entweder aus dem Lampenvolumen direkt als sichtbares Licht aus (z. B. bei Halogenmetalldampflampen) oder wird durch eine Leuchtstoffschicht auf der Kolbenwand von UV-Strahlung zu sichtbarem Licht umgewandelt (z. B. bei Leuchtstofflampen). Der Betriebsdruck im Entladungsrohr ist entweder niedrig (Niederdruck-Entladungslampen) oder hoch (Hochdruck-Entladungslampen).

Wahre Energiesparer sind Hochdruck-Entladungslampen: Klein und kompakt, liefern sie extrem große Lichtmengen bei einer langen Lebensdauer. Es sind vor allem Halogenmetalldampf-Lampen und Natriumdampf-Lampen im Einsatz – je nach Bereich zweiseitig gesockelt, in Röhren- oder Ellipsoidform.

Zu den Hochdruck-Entladungslampen zählen:

  • Halogen-Metalldampflampen
  • Natriumdampf-Hochdrucklampen

Zu den Niederdruck-Entladungslampen zählen:

  • stabförmige Leuchtstofflampen,
  • Kompaktleuchtstoff- und Energiesparlampen
  • Induktionslampen
  • Natriumdampf-Niederdrucklampen

Betrieb und Nutzungsdauer

Im Laufe der Nutzungsdauer nimmt der Lichtstrom ab. Zusammen mit ausgefallenen Lampen ergibt sich dann ein Rückgang des Anlagen-Lichtstroms, der einen bestimmten Mindestwert (80 %) nicht unterschreiten sollte. Zu diesem Zeitpunkt hat die Lampe ihre wirtschaftliche oder Nutzlebensdauer erreicht.

Entladungslampen brauchen zum Betrieb

  • Vorschaltgeräte, die den Strom begrenzen, der durch die Lampe fließt, und
  • Zündelemente, die den Impuls zum Durchzünden liefern.

Betrieb immer mit Vorschaltgerät

Bei Leuchtstofflampen und Hochdruckentladungslampen niedriger Wattagen empfehlen sich elektronische Vorschaltgeräte, denn sie sorgen für einen ruhigen und effizienten Lampenbetrieb. Je nach Ausführung punkten sie mit weiteren Vorteilen:

  • Sofortstart und flackerfreie Zündung,
  • flimmerfreies Licht durch Hochfrequenzbetrieb,
  • automatische Abschaltung defekter Lampen,
  • Steuerung und Dimmung nach Bedarf.

UV-absorbierende Kolben verringern außerdem meist die von Entladungslampen erzeugte UV-Strahlung. Hochdruck-Entladungslampen sollten grundsätzlich in geschlossenen Leuchten betrieben werden, wenn sie nicht extra für offene Leuchten freigegeben sind.

Entladungslampen produzieren Licht beim Stromdurchgang durch ionisiertes Gas oder Metalldampf. Je nach Gasfüllung wird sichtbares Licht direkt abgestrahlt oder UV-Strahlung durch Leuchtstoffe auf der Innenseite der Glaskolben in Licht umgewandelt. Der Betriebsdruck im Entladungsrohr ist entweder niedrig (Niederdruck-Entladungslampen) oder hoch (Hochdruck-Entladungslampen).

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