Contracting spart Ressourcen

Contracting ist ein erfolgreiches Modell, um die Sanierung einer Beleuchtungsanlage zu finanzieren. Es ermöglicht erhebliche Einsparungen – auch ohne Investitionen aus der eigenen Haushaltskasse. Modernisierungsmaßnahmen können mit Contracting auch bei knappem Budget zeitnah umgesetzt werden.

Das Prinzip ist einfach und vielfach erprobt: Ein Dienstleister investiert in effiziente Beleuchtung und übernimmt damit das wirtschaftliche Risiko. Er optimiert den Energieverbrauch, sorgt für die Instandhaltung der Anlage und profitiert anschließend von den eingesparten Kosten. Je nach Projekt und Contracting-Modell beträgt die Amortisationszeit zwischen sieben und zwölf Jahren.

Contracting-Modelle

Für Beleuchtungsprojekte stehen im Wesentlichen zwei Contracting-Modelle zur Verfügung:

  • Energiespar-Contracting,
  • Energieliefer-Contracting, Gemeinsam ist beiden Varianten: Contracting ist ein sogenanntes „Win-Win-Modell", bei dem beide Vertragspartner profitieren.

Energiespar-Contracting

Ein bereits vielfach erprobtes Instrument zur Effizienzsteigerung in Kommunen ist das Energiespar-Contracting. Dabei trägt der Investor (= Contractor) das komplette technische und wirtschaftliche Risiko: Er gibt über die gesamte Vertragslaufzeit eine Garantie für die Einsparung. Das bedeutet, dass er mit hohem Know-how die notwendigen Energiesparmaßnahmen – auch zur Bedarfsreduzierung auf Seiten des Verbrauchers – plant, finanziert und realisiert. Seine Investition refinanziert sich aus den eingesparten Stromkosten.

Energieliefer-Contracting

Beim Energieliefer-Contracting ist die Energieversorgung fester Bestandteil des Vertrages. Dieses Modell wird häufig zur Sanierung alter Straßenbeleuchtungsanlagen genutzt. Dabei investiert der Contractor in eine effizient arbeitende Beleuchtungsanlage und liefert über eine zuvor vereinbarte Vertragslaufzeit den Strom zu festen Preiskonditionen. Eine Einspargarantie gibt es in der Regel hier nicht; Mischformen sind allerdings möglich.

Vertragsformen beim Contracting

Bei Contracting-Modellen gibt es zwei mögliche Vertragsformen:

  • Laufzeit-Modell und
  • Beteiligungs-Modell.

Vereinbaren die Partner ein Laufzeit-Modell, erhält der Contractor in der Regel die eingesparten Betriebskosten als Entgelt für seine Leistungen. Für den Auftraggeber bedeutet dies: Kürzere Vertragslaufzeiten, aber keine Kosten-Einsparungen während der Laufzeit. Beim Beteiligungsmodell erhält der Contractor nur einen bestimmten Anteil der eingesparten Betriebskosten; der andere Teil geht an den Auftraggeber. Er profitiert in diesem Fall von einer sofortigen finanziellen Entlastung – bei einer längeren Vertragslaufzeit.

Gute Vorbereitung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Basis eines fairen und sicheren Vertragsmodells sichern den Erfolg. Daher gilt: Der Erfolg eines Einspar-Contractings hängt von der Qualität der Ausschreibung und der Bewertung der Angebote ab.

Weitere Informationen

  • Im Rahmen der LED-Leitmarktinitiative haben das Sustainable Business Institute (SBI), ZVEI und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DSTGB) Vertragsmuster erarbeitet, die vor allem – aber nicht nur – Kommunen als Vorlage dienen können. Die Contracting-Vertragsmuster sind auf der Webseite www.cfi21.org erhältlich.

  • Das Kompetenzzentrum Contracting für öffentliche Gebäude der Deutschen Energie-Agentur (dena) bietet Kommunen Initialberatungen zum Contracting an und vermittelt Fachleute für die Projektentwicklung. Infos unter: www.kompetenzzentrum-contracting.de.

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