Senioren-Appartement

Komfortable Beleuchtung wie im Hotel

Wer sich für den Einzug ins Seniorenheim entscheidet, wählt bewusst den reduzierten Wohnraum. Dieser beschränkt sich – bis auf das Bad – in der Regel auf ein Zimmer, das alle Funktionen vereint: Flur, Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Esszimmer. Hinsichtlich des Beleuchtungskonzeptes gleicht dieser Einzimmerwohnraum dem Hotelzimmer.

Nicht vergessen: Senioren haben weniger Sehkraft

Alle diese Beleuchtungssituationen lassen sich für Senioren adaptieren. Licht für seniorengerechtes Wohnen muss jedoch die nachlassende Sehkraft der Bewohner berücksichtigen. Sie nimmt im Alter stark ab: Schon der normalsichtige Sechzigjährige braucht mindestens die doppelte Beleuchtungsstärke, um den gleichen Helligkeitseindruck zu haben wie ein jüngerer Mensch. Zugleich sind Senioren deutlich blendungsempfindlicher, eng gebündeltes, gerichtetes Licht ist daher zu vermeiden.

Höhere Beleuchtungsstärken, mehr indirektes Licht

Von vorneherein höher ausgelegte Beleuchtungsstärken und ein hoher Anteil indirekten Lichts an der Allgemeinbeleuchtung sind die wichtigsten Vorgaben für das Wohnen im Seniorenheim. Mehr als für junge Leute bedeutet das richtige Licht für Senioren Sicherheit bei der Orientierung, hat zugleich aber hohen Anteil am Wohlbefinden.

Allgemeinbeleuchtung im Senioren-Appartement

Hohe Beleuchtungsstärken in der Seniorenwohnung werden mit entsprechend vielen Leuchten erzielt. Die Allgemeinbeleuchtung – blendarm mit überwiegend indirektem Licht – sollte nach DIN EN 12464-1 mindestens 100 Lux betragen. Dieser Wert orientiert sich an der Beleuchtung von Bettenzimmern in Krankenhäusern. Dabei wird davon ausgegangen, dass weitere Leuchten zusätzliches Licht erzeugen.

Zu starke Hell/dunkel-Kontraste ermüden

Für alle Tätigkeiten, die höhere Anforderungen an die Sehaufgabe stellen – egal, ob zum Lesen oder für Küchenarbeit –, muss zusätzlich direkte Platzbeleuchtung zur Verfügung stehen, die zusammen mit der direkt/indirekten Allgemeinbeleuchtung 500 Lux Belechtungsstärke erzeugt. Wichtig: Bei zu hellem Licht und starken Hell/dunkel-Kontrasten ermüden die Augen leicht. Deshalb sollte niemals eine helle Leuchte alleine eingeschaltet sein, das Umfeld also immer zusätzlich beleuchtet werden.

Dimmbares Licht = individuelles Licht

Zur Flexibilität der Beleuchtung gehört, dass das Licht jeder Leuchte gedimmt und damit die Beleuchtungsstärke individuell bestimmt werden kann. Für die Platzbeleuchtung eignen sich Steh-, Tisch- und Wandleuchten. Sie alle sollten festen Stand haben. Alternativen sind Pendelleuchten, in der Küche unter den Oberschränken montierte Lichtbandsysteme.

Lichtkomfort im Senioren-Appartement

Senioren halten sich länger zu Hause auf als Jüngere. Dabei ändern sich ihre Lichtbedürfnisse im Tagesverlauf mehrfach. Deshalb sollte die Beleuchtung des Einzimmer-Wohnraums dynamisch und flexibel sein: Einzelne, in verschiedenen Schaltkreisen zusammengefasste, getrennt schaltbare Leuchten und/oder dimmbares Licht machen die Beleuchtung anpassungsfähig. Wichtig sind außerdem einfache verstellbare Leuchten – zum Beispiel mit Bridgearm – an Bett und Sessel für Licht zum Lesen, Fernsehen oder Dösen.

Damit Dynamik und Flexibilität genutzt werden können, muss die Beleuchtung einfach zu bedienen sein. Große Tastschalter mit eindeutiger Kennzeichnung oder via Fernbedienung zu steuerndes Licht sind die richtige Lösung. Auch für die Fernbedienung sind Schaltergröße und leichte Benutzerführung sehr wichtig.

Normen

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