Schlafzimmer

Nahezu ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir im Schlafzimmer. Dieser ganz private Ort dient der Entspannung und Erholung. Licht spielt dabei eine wichtige Rolle.


Die Lichtplanung verfolgt im Schlafzimmer zunächst einen funktionalen Ansatz: Zusätzlich zur Allgemeinbeleuchtung ist Licht am Bett, am Spiegel und für den Schrank notwendig. Daneben unterstreicht die Beleuchtung im Schlafzimmer auch den wohnlichen Charakter. Für das Wohlfühlambiente mit akzentuierendem Licht sorgen mehrere formschöne Leuchten im Mix mit direkter und indirekter Beleuchtung.

Allgemeinbeleuchtung im Schlafzimmer

Für die Allgemeinbeleuchtung im Schlafzimmer kommen Anbauleuchten, Seil- und Stangensysteme oder Stromschienen infrage. Zur Platzbeleuchtung werden Wand- und Tischleuchten eingesetzt. Stehleuchten sind eine Option, wenn sie auf engem Raum nachts nicht zum Hindernis werden.

Dimmen

Sparsame Lichtquellen sind LEDs und Energiesparlampen (jeweils Lichtfarbe: warmweiß). Mit dimmbaren Licht lässt sich die Lichtstimmung je nach Laune ändern. Achtung: Nur spezielle Energiesparlampen sind dimmbar. LED-Leuchtmittel tragen den Hinweis „dimmable" auf der Verpackung, wenn sie gedimmt werden können. Außerdem muss geprüft werden, ob der Dimmer kompatibel ist. Qualitätshersteller bieten im Internet Kompatibilitätslisten zum Nachschlagen an. Im Zweifelsfall hilft auch der Elektrofachmann weiter. Einige LED-Lichtquellen bieten Stepdimming und wechseln Helligkeit sowie Lichtfarbe durch mehrmaliges Betätigen des Lichtschalters. Andere sind stufenlos zu dimmen. LED-Leuchtensysteme mit integriertem LED-Modul können per Touch oder smart gedimmt werden. Lichtmanagementsysteme zaubern ganz unterschiedliche Lichtszenen im Schlafzimmer – etwa einen Sonnenaufgang am Morgen oder gemütlich-warmrotes Licht am Abend.

Beleuchtung am Bett

Eine Tischleuchte auf jedem Nachttisch oder fest installierte Wandleuchten neben oder über dem Bett sorgen für Licht in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Für die individuelle Einstellung sollten sie mit dreh- und schwenkbarem Reflektor sowie beweglichem Arm ausgestattet sein. Das Licht darf aber nicht blenden.

Angenehm ist diffus weiches Licht. Sinnvollerweise lassen sich die Nachttischleuchten getrennt schalten und dimmen. So wird der Partner, der früher einschläft, weniger gestört. Der Lichtschalter am Bett sollte gut erreichbar sein. Praktisch sind Wechsel- oder Mehrfachschalter, mit denen alle Leuchten nicht nur von der Tür, sondern auch vom Bett aus bedient werden können. Diese Lösung erfordert jedoch mehrere Schaltkreise, die der Elektroinstallateur auch bei vorhandener Installation einrichten kann. Mit smartem Licht geht´s einfacher noch per App.

Cleveres Licht für den Kleiderschrank

Selbst bei heller Allgemeinbeleuchtung fehlt häufig ausreichend Licht, um die im Kleiderschrank aufbewahrte Garderobe gut zu erkennen und dunkle Farben voneinander unterscheiden zu können. Abhilfe schaffen Leuchten oder Strahler, die an der Decke in etwa 50 bis 80 Zentimeter Abstand vor dem Kleiderschrank installiert und so ausgerichtet sind, sodass sie bei geöffneten Türen das Innere ausleuchten.

Möbeleinbauleuchten eignen sich für tiefer liegende Schrankflächen. Sie sind die bessere Wahl, wenn Regalböden die Beleuchtung von der Decke im unteren Teil des Schrankes zu stark abschatten würden. Wichtig: Da sie auf Holz montiert werden, müssen Möbeleinbauleuchten neben VDE-, ENEC- oder GS-Zeichen das Brandschutzsymbol „MM" tragen. Eine einfach zu realisierende Lösung sind LED-Stripes mit niedriger Wattage.

Spiegelbeleuchtung im Schlafzimmer

Ob kombiniert mit Schminkkommode oder solo – ein Spiegel gehört meist zur Grundausstattung des Schlafzimmers. Für die schattenfreie Wiedergabe des Spiegelbildes werden zwei Wandleuchten links und rechts neben der Spiegelfläche montiert. Bei großen Spiegelflächen ergänzen zusätzliche Wandleuchten über dem Spiegel die Beleuchtung. Alle Leuchten sollten blendfrei abgeschirmt sein.

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