DIN 67523 „Beleuchtung von Fußgängerüberwegen mit Zusatzbeleuchtung"

Teil 1: Allgemeine Gütemerkmale und Richtwerte
Teil 2: Berechnung und Messung

Zusammenfassung der Normenreihe DIN 67523

DIN 67523-1 (2010-06) legt fest, ab wann Fußgängerüberwege mit einer Zusatzbeleuchtung auszustatten sind. Außerdem liefert sie Details zur technischen Ausführung. Der zweite Teil der Normenreihe präzisiert, wie die in Teil 1 genannten Gütemerkmale berechnet und gemessen werden.

Kurz-Info zur DIN 67523-1: Allgemeine Gütemerkmale und Richtwerte

Die Norm legt die lichttechnischen Mindestanforderungen fest, bei deren Unterschreitung Fußgängerüberwege mit einer Zusatzbeleuchtung auszustatten sind. Gleichzeitig wird festgelegt, wie diese Zusatzbeleuchtung ausgeführt werden muss, damit Fußgänger auf Fußgängerüberwegen für die übrigen Verkehrsteilnehmer deutlich und rechtzeitig erkennbar sind.

Nach der Straßenverkehrsordnung haben Passanten auf Fußgängerüberwegen mit Zeichen 293 Vorrang vor dem Kraftfahrzeugverkehr. Hier gilt die aus Paragraf 823 (BGB) abgeleitete Straßenverkehrssicherungspflicht, die auch eine Beleuchtungspflicht umfasst. Danach gilt, dass Fußgänger auch bei Dunkelheit beim Überqueren des Zebrastreifens gut sichtbar sein müssen, um Unfälle zu vermeiden. Diese Anforderung ist nur mit einer Zusatzbeleuchtung zu realisieren.

DIN 67523-1 gilt also für Fußgängerüberwege, die nach den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001) mit einer Zusatzbeleuchtung ausgestattet werden müssen.

Gegenüber der vorangegangenen Normenausgabe von 1988-04 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

Die Gütekriterien beziehen sich in Anlehnung an die Normenreihe DIN EN 13201-1 auf Wartungswerte.

  • Für Fußgängerüberwege wurde ein Mindestwert der vertikalen Beleuchtungsstärke auf der Querungsachse eingeführt.
  • Die Blendungsbegrenzung erfolgt entsprechend den Lichtstärkeklassen aus DIN EN 13201-2.

Kurz-Info zur DIN 67523-2: Berechnung und Messung

DIN 67523-2 legt fest, wie die in DIN 67523-1 angegebenen quantitativ erfassbaren lichttechnischen Gütemerkmale berechnet und gemessen werden. Mit diesen Festlegungen sind Berechnungen vergleichbar; Messungen können einheitlich durchgeführt werden.

Gegenüber der vorangegangenen Normenausgabe von 1988-04 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Die Gütekriterien nach DIN EN 13201-2 und -3 wurden angepasst.
  • Fußgängerüberwege wurden entsprechend DIN 67523-1 bewertet.
  • Die Berechnung der Blendungsbegrenzung wurde nach DIN EN 13201-2 festgelegt

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