Bad

Licht als Wohlfühlfaktor

Zu Hause oder im Hotel, XXL- oder Mini-Bad – mit dem richtigen Lichtkonzept sorgt das Badezimmer für den Frischekick am Morgen. Am Abend ist es Wellnesszone gegen den Alltagsstress. Für idealen Lichtkomfort im Bad sorgen drei Komponenten: Allgemeinbeleuchtung, Licht am Spiegel und Akzentbeleuchtung. 

Generell empfehlen sich Lichtquellen mit warmweißer Lichtfarbe. Ihr Licht wird als angenehm wohnlich empfunden. Licht mit hohem Blauanteil wirkt auf den Körper aktivierend. Es fördert die Bildung des „Muntermacher“-Hormons Serotonin und macht so morgens schneller fit.

Die für das Bad vorgesehenen Leuchten sind mit den Sicherheitsprüfzeichen VDE bzw. ENEC oder GS versehen. Bei Unsicherheit lieber den Fachhandel oder das Elektrohandwerk um Rat fragen.

Hoher Lichtkomfort mit richtiger Allgemeinbeleuchtung im Bad: Licht gibt vor allem Orientierung und Sicherheit. Es macht Wasserflächen auf dem Fußboden sichtbar und beugt so Stürzen vor. In kleinen Bädern reicht meist eine gute Spiegelbeleuchtung als Allgemeinbeleuchtung. Allerdings kommt es auch auf die Gestaltung des Badezimmers an: Helle, freundliche Farben lassen den Raum größer erscheinen.

Dunkle Fliesen reflektieren weniger Licht

Für die Allgemeinbeleuchtung sind besonders Anbauleuchten und Einbauleuchten geeignet. licht.de empfiehlt mindestens 300 Lux Beleuchtungsstärke. Da dunkle Fliesen weniger Licht reflektieren, müssen mehr Leuchten oder stärkere Leuchtmittel eingesetzt werden als in hell gefliesten Bädern.

Unverzichtbar ist eine gute Spiegelbeleuchtung. Sie gibt das richtige Licht für die Rasur und das Make-up. Ideal sind zwei baugleiche Leuchten rechts und links neben dem Spiegel, am besten mit Opalglas-Abdeckung. Sie leuchten Gesicht und Körper gleichmäßig ohne Schatten aus. Bei großen Spiegelflächen empfiehlt es sich, noch eine zusätzliche Leuchte darüber anzubringen.

Falsches Licht ist ein Beauty-Killer

Falsches Licht ist ein wahrer Beauty-Killer: Deshalb sollten am Spiegel Spots und gerichtete Halogenstrahler besser vermieden werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass ihr Licht blendet.

Richtig: Lampen mit guter Farbwiedergabe

Lichtquellen mit warmweißer Lichtfarbe und guter Farbwiedergabe sind immer die richtige Wahl für die Beleuchtung am Spiegel sind. LEDs sorgen für einen sparsamen Betrieb.

Wer Wert auf Atmosphäre legt, sollte auf akzentuierendes Licht nicht verzichten. Es gibt dem Bad erst das richtige Flair. Einzelne Lichtpunkte lockern das Ambiente auf. Dafür können Einbauleuchten in Decke, Fußboden oder Wandnischen eingebettet werden. Für Regale eignen sich Möbelanbau- oder Möbeleinbauleuchten. Das Licht betont Raumarchitektur, Einrichtung oder Accessoires.

Moderne Lichttechnik lässt keinen Beleuchtungswunsch offen. Das Angebot reicht vom speziellen Leselicht für die Badewanne bis zum farbigen Licht in der Duschkabine. Lichtsteuerung ermöglicht individuelle Programmierungen: indirekte Beleuchtung beim Baden, ideale Spiegelbeleuchtung für die Körperpflege, maximale Ausleuchtung für Reinigungsarbeiten.

Human Centric Lighting (HCL)

Eine biologisch wirksame Beleuchtung verändert Helligkeit und Lichtfarbe dynamisch und imitiert das natürlichen Tageslicht. Für eine flächige Beleuchtung sorgen dabei aufgehellte Decken und großformatige Leuchten. Angesichts der komplexen Anforderungen empfiehlt licht.de eine Beratung, Planung und Realisierung durch den Fachmann.

Wer rechtzeitig plant, hat viel Spielraum, die Beleuchtung nach eigenen Wünschen zu gestalten –  und vor allem an genügend Anschlüsse für Decken- und Wandleuchten zu denken. Ganz wichtig aber ist: Das Badezimmer ist ein Ort, in dem Feuchtigkeit und Elektrizität aufeinandertreffen. Bei der Planung müssen deshalb aus Sicherheitsgründen Vorkehrungen unbedingt beachtet werden, die in DIN VDE 0100 Teil 701 beschrieben sind.

Schutzkleinspannung für die Sicherheit

Im Bereich von Dusche oder Badewanne müssen die Leuchten gegen Spritzwasser (Schutzart IP X4) oder Strahlwasser (IP X5) geschützt sein und dürfen nur mit Schutzkleinspannung bis 12 Volt betrieben werden. Für Licht in der Dusche oder für die Lektüre in der Badewanne empfiehlt sich breit strahlendes Licht aus Downlights.

Im Zweifelsfall hilft ein Fachmann: Lichtplaner und Elektroinstallateure sorgen dafür, dass die Beleuchtung richtig eingebaut wird und technische sowie Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden.

  • Beim Kauf von Badleuchten sollten Sie auf das Prüfzeichen (z. B. ENEC, VDE, GS) achten.

  • Kosmetische Schönheitspflege setzt gute Farbwiedergabe der Lampen voraus (Farbwiedergabe-Index Ra ≥ 90).

  • Weißes Opalglas hat sehr gute lichtstreuende Eigenschaften.

  • Helle Flächen reflektieren das Licht besser als dunkle. Die benötigte Lampenleistung kann sich dadurch um mehr als 100 Prozent unterscheiden. Eine Beleuchtungsstärke von 300 Lux ist richtig.

  • Keine Lampen ohne lichtstreuende oder abschirmende Leuchte im Blickfeld verwenden (Blendung).

  • Auf Spiegel gerichtete Strahler können zu extremer Blendung führen.

  • In der Planung berücksichtigen, dass man im Liegen direkt in die Leuchten schauen kann und eventuell geblendet wird.

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