Garten

Gärten sind zu jeder Jahreszeit attraktiv: Ein Blütenmeer im Frühling und Sommer, buntes Laub im Herbst und Winter – ein liebevoll gestalteter Garten ist eine Augenweide. Im Sommer hat die Gartenlust Hochsaison. Stimmungsvolles Licht verlängert dann die Abende.

Leuchten für den Außenbereich

Wichtig: Es dürfen nur Leuchten eingesetzt werden, die für die Verwendung im Freien ausgewiesen sind. Am besten gegen Witterungseinflüsse geschützt sind Qualitätsleuchten mit hoher Schutzart. LEDs erzeugen ein wirtschaftliches Dauerlicht.

Installation der Gartenbeleuchtung

Die Beleuchtung des Gartens beginnt mit durchdachter Planung für die Elektroinstallation: Welche Bereiche sollen beleuchtet werden? Sind Treppen und Wege zu markieren? Welche Pflanzen und Objekte sollen mit Licht inszeniert werden? Wer vor Baubeginn oder Neuanlage seines Gartens Kabelauslässe für Leuchten und Steckdosen am Haus plant, hat es hinterher einfach. Doch auch für die nachträgliche Installation hält sich der Aufwand in Grenzen.

Oberirdische Stecksysteme mit 24 Volt können ganz einfach ohne Hilfe vom Profi installiert werden. Lose über Wege und Flächen gezogene Leitungen können aber zur Stolperfalle werden. Wichtig bei kabelgebundenen Systemen mit 230 Volt ist, dass die Leitungen spatensicher 60 Zentimeter tief unter der Erde verlegt werden – am besten vom Fachmann. Freiliegende Kabel für ortsveränderliche Leuchten und Strahler bleiben möglichst kurz beim Anschluss an Steckdosensäulen. In festen, gut verdichteten Böden stehen ortsfeste Leuchten sicher, wenn sie im Erdreich verankert werden. Sonst ist ein Betonfundament notwendig.

Besonders komfortabel ist eine steuerbare Gartenbeleuchtung: mit Zeitschaltuhren, Dämmerungsschaltern und Bewegungsmeldern – oder am besten mit Geräten, die diese Funktionen vereinen. Idealerweise wird vorher auch festgelegt, welche Leuchten einzeln oder gruppenweise geschaltet werden sollen.

Licht für Wege und Treppen im Garten

Licht bedeutet Sicherheit. Das gilt besonders bei Wegen und Treppen. Es verringert die Gefahr, Stolperfallen zu übersehen. Daher sollten Wege zum Haus, Kellereingang oder zur Garage gut beleuchtet sein.

Gleichmäßig beleuchtet ohne harte Hell-Dunkel-Kontraste

Das Licht von Pollerleuchten, Mastleuchten (bis zwei Meter Höhe), Wandleuchten oder Sockelleuchten macht die Beschaffenheit des Bodens, Hindernisse und Niveauunterschiede sichtbar. Richtig ist gleichmäßiges Licht ohne harte Hell-Dunkel-Kontraste. Für den Abstand der Leuchten untereinander gilt: Je niedriger die Lichtpunkthöhe, umso kleiner muss der Abstand zur nächsten Leuchte sein.

Sicherheitsplus: Orientierungs- und Markierungsleuchten

Treppen, vor allem Einzelstufen, sind Unfallschwerpunkte. Richtige Beleuchtung macht die einzelnen Stufen besonders gut von oben her erkennbar. Kurze, weiche Schatten setzen die Trittstufen deutlich voneinander ab. Ein Plus an Sicherheit bieten zusätzlich zu den Wegeleuchten eingesetzte Orientierungs- und Markierungsleuchten. Sie werden an der treppenbegleitenden Wand montiert oder in Setzstufen integriert.

Licht im Garten gibt Sicherheit

Plötzliches Licht schreckt ab: Einbrechern sollte das Handwerk schwer gemacht werden. Zum Schutz vor Einbruchdiebstahl bietet der Markt ein ganzes Bündel verschiedener Maßnahmen. Eine eigenständige Sicherheitsbeleuchtung mit plötzlich aufleuchtendem hellen Licht ist Bestandteil jedes Sicherheitskonzepts.

Zusätzliche Sicherheitsbeleuchtung

Dafür werden zusätzliche Strahler oder Scheinwerfer am Haus montiert, zum Beispiel unter dem Dachfirst. In einer Reihe geschaltet und mit mehreren Bewegungsmeldern verbunden oder mit anderen elektronischen Sicherheitseinrichtungen kombiniert, sollten sie den Bereich rund ums Haus möglichst lückenlos ausleuchten. Das Licht muss vom Haus weg gerichtet sein. Geeignet sind nur Lichtquellen, die nach dem Einschalten sofort den vollen Lichtstrom abgeben wie LEDs.

Gewissen Schutz bietet auch die allgemeine Außenbeleuchtung, wenn einige Leuchten als Dauerlicht und mehrere Leuchten über einen Bewegungsmelder geschaltet werden. Eine wirkungsvolle Reaktion auf verdächtige Geräusche ist auch das Einschalten der gesamten Außenbeleuchtung über einen zentralen Schalter im Wohn- oder Schlafbereich.

Akzentbeleuchtung im Garten

Eine angenehme Lichtstimmung entsteht vor allem durch die Beleuchtung der Vegetation. Farbenreiche Blumenbeete und interessante Blattformen oder Kunstobjekte sind auch im künstlichen Licht ein Blickfang.

Licht zeichnet Strukturen nach

Besonders reizvoll wirkt die Lichtatmosphäre, wenn die Vegetation eine eigene zusätzliche Beleuchtung erhält. Akzente in Bäumen und Sträuchern oder auf Skulpturen setzen vornehmlich Strahler oder Scheinwerfer, die auch in die Erde eingebaut werden können. Ortsveränderliche Strahler bieten den Vorteil, das Stimmungsbild verändern zu können: durch Standortwechsel, zum Beispiel je nach Jahreszeit. Die Lichtrichtung jeder Leuchte sollte jedoch möglichst der Blickrichtung entsprechen. Nur so wird störende Blendung vermieden.

Empfehlenswert sind unterschiedliche Entfernungen der Lichtquellen zu den angestrahlten Objekten. Wichtig außerdem: geplante Übergänge von Hell nach Dunkel, denn erst Dunkelzonen lassen die beleuchteten Bereiche wirken.

Licht an und im Wasser

Wasser fasziniert. Besonders bezaubernd wirken Teich, Brunnen oder kleiner Wasserlauf, wenn sie beleuchtet werden. Sicherheit spielt dabei allerdings eine wichtige Rolle.

Ufer- und Wasserbepflanzung effektvoll beleuchtet

Am Wasser wird die allgemeine Gartenbeleuchtung mit Poller- oder Mastleuchten fortgesetzt. Erdeinbauleuchten oder ortsveränderliche Beleuchtung wie Strahler mit Erdspießen bringen Ufer- und Wasserbepflanzung zur Geltung – im Wasser spiegelt sich effektvoll das Licht.

Sichere Unterwasserscheinwerfer

Unterwasserbeleuchtung sorgt für eine außergewöhnliche Inszenierung. Sie wirkt um so eindrucksvoller, je dunkler das Umfeld ist und je weniger Lichtreflexe auf der Wasseroberfläche auftreten.

Nur speziell für diese Zwecke ausgewiesene Leuchten dürfen im Wasser eingesetzt werden, sie gewährleisten die erforderliche Betriebssicherheit. Die mit Schutzkleinspannung betriebenen Unterwasserscheinwerfer gibt es zum Ein- und Anbau. Einzel- oder Sammeltransformatoren bzw. Konverter müssen vorgeschaltet sein, die Stromzuführung darf nur über Gummischlauchleitungen erfolgen.

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