Ein starkes Team: Licht und Farbe

Warum fühlen wir uns in einigen Räumen wohl, in anderen nicht? Häufig liegt es am geschickten Umgang mit Licht und Farbe: Beide Faktoren haben großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, beeinflussen unsere Stimmung und die innere Uhr. Kein Wunder, denn 80 Prozent aller Sinneseindrücke nimmt der Mensch über das Auge auf. Licht spielt dabei eine Hauptrolle, denn Licht macht Farben überhaupt erst sichtbar.

Seelendoping für Zuhause

Schon die alten Ägypter wussten um die Macht der Farben und des Lichts. Sie richteten „Farbtempel" mit unterschiedlich kolorierten Räumen ein. Und die Chinesen hängten Tücher vor die Fenster, damit gefärbtes Licht die Kranken schneller heile. Heute weiß man: Farbiges Licht bringt den Körper dazu, stimmungsaufhellende Substanzen auszuschütten. Seelendoping also, das sich ganz einfach auch in den eigenen vier Wänden nutzen lässt.

Mit Wandfarbe und Licht lassen sich Räume einfach und wirkungsvoll verändern. So sorgen zum Beispiel beruhigende, warme Farben im Schlafzimmer für kuschelige Atmosphäre, die durch passende Lichtquellen noch betont werden kann. Auch in Wohn- und Esszimmer sind warme Farben derzeit im Trend, während zum Beispiel im Badezimmer eher kühle, frische Farben für Entspannung sorgen.

Tischleuchten sind kleine ortsveränderliche Leuchten auf Tischen, Sideboards oder in Regalen. (Foto: licht.de/Oligo)
Die bläulich-violette Farbe der Downlights passt in das Farbkonzept dieses Badezimmers. Die Leuchten am Spiegel sind von der Decke abgependelt.
Lichtwecker für messbar sanftes Aufwachen: 30 Minuten vor der Weckzeit erhöht er nach und nach die Beleuchtungsstärke, simuliert so einen Sonnenaufgang.
Von der Decke abgehängte Leuchten mit Mattglasschirmen verteilen ihr Licht blendfrei im ganzen Raum und ergänzen dezent den Tageslichteinfall.

 

Schon wenige Akzente geben der Wohnung einen Frischekick: Das kann eine mobile LED-Leuchte sein, die eine schlicht-weiße Wand abends in rosaviolettes Licht taucht – oder auch eine einzige farbige Wand, die den Raum gliedert und durch Wandfluter, Boden- oder Deckenstrahler in Szene gesetzt wird. Dabei gilt: Je dunkler und kräftiger ein Farbton, desto näher wird er vom Betrachter empfunden – und desto mehr Licht schluckt er. So reflektieren weiße Wände bis zu 85 Prozent des Lichts, eine helle Holzverkleidung noch bis zu 35 Prozent des Lichts.

Gut zu wissen: Wie naturgetreu eine Lichtquelle Farben der Umgebung wiedergibt, hängt von ihrer Farbwiedergabe ab. Für Wohnräume sollte der Farbwiedergabeindex eines Leuchtmittels mindestens Ra 80 betragen.

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