Blendung

Reflexblendungen stören auch die Lesbarkeit von Büchern und Dokumenten. Leuchten mit direkt/indirekten Lichtanteilen und ihre richtige Anordnung im Raum, guter Blendschutz und die richtige Positionierung von Arbeitsplätzen vermeiden Spiegelungen.
Reflexblendungen auf dem Bildschirm, ausgelöst durch freistrahlende Leuchten, Sonnenschein oder Spiegelungen, beeinträchtigen die Sehleistung und müssen vermieden werden.

Blendung kann direkt von Leuchten, Lichtquellen oder anderen Flächen mit zu hoher Leuchtdichte – auch Fenstern – ausgehen (Direktblendung). Oder sie wird von Reflexen verursacht, die durch Spiegelung auf glänzenden Oberflächen entstehen (Reflexblendung). Direkt- wie Reflexblendung vermindern den Sehkomfort (psychologische Blendung) und setzen die Sehleistung herab (physiologische Blendung).

Blendung ist abhängig

  • von der Leuchtdichte und Größe der Lichtquelle,
  • ihrer Lage zum Betrachter,
  • der Helligkeit des Umfelds und des Hintergrunds.

Durch die richtige Anordnung und Abschirmung von Leuchten und die Auswahl heller Farben und matter Oberflächenstruktur der Raumflächen kann Blendung so gering wie möglich gehalten werden.

Die direkte Blendung kann vermieden werden, wenn die Oberflächen von Leuchten unter flachen Winkeln möglichst geringe Leuchtdichten aufweisen und der direkte Blick in die Lichtquellen abgeschirmt ist. Direktblendung wird nach dem UGR-Verfahren (Unified Glare Rating) bewertet; Normen nennen Mindestwerte für den Blendschutz. Entsprechend platzierte Leuchten und Arbeitsplätze, seitlich einfallendes Licht, matte Oberflächen im Raum und die Leuchtdichtebegrenzung der Leuchten beugen Reflexblendung vor.

Referenz: DIN EN 12665

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