Li-Fi

Li-Fi macht eine schnelle Datenübertragung über LED-Licht möglich. Durch sehr schnelles, nicht wahrnehmbares Ein- und Ausschalten der Lichtquelle werden Daten mittels „Codes” zu einer Photozelle – beispielsweise auf dem Mobiltelefon – übertragen. (Grafik: licht.de)

Elektronische Halbleiter, LEDs, lassen sich ganz einfach und schnell ein- und ausgeschalten. So schnell, dass es das menschliche Auge gar nicht wahrnehmen kann. Diese Lichtimpulse aus „1” und „0” können für die Übertragung von Daten und Informationen genutzt werden: Datenübertragung per Licht, Light Fidelity (Li-Fi) genannt. Das unmerklich pulsierende Licht transportiert Daten von der Lichtquelle LED zum Empfänger, beispielsweise einem Smartphone. Dieses erkennt anhand seiner Fotozelle die Informationen und wandelt sie in Nachrichten, Bilder oder Webseiten um. Damit Daten nicht nur empfangen, sondern auch gesendet werden können, antwortet das Mobiltelefon oder Tablet beispielsweise per Infrarotsignal. So entsteht eine neue Art drahtloser lokaler Netzwerke und mobiler Zugänge zum Internet.
 
Der Vorteil einer optischen Datenübertragung ist die große Bandbreite des sichtbaren Lichts und das damit schneller als in lokalen Funknetzen transportierbare Datenvolumen. Ein weiterer Vorteil ist die Sicherheit. Anders als bei Funkwellen muss für die Übertragung eine Sichtverbindung zwischen den Geräten bestehen, das heißt, Informationen können nur in solchen Räumen empfangen werden, die auch mit Li-Fi-Beleuchtung ausgestattet sind und es kann nicht durch Wände dringen. Dadurch wird diese Übertragungstechnik relativ sicher vor Fremdzugriffen. Die eingeschränkte Reichweite des Lichts macht es außerdem möglich, Information nur an einem ganz bestimmten Ort zu empfangen. Mit „Geo Li-Fi“ können beispielsweise in Museen oder in Shops Informationen oder Filme für die Nutzer auf deren Smartphone bereitgestellt werden. Aber eben immer nur an den Orten, wo die Person sich gerade befindet und der Beitrag passend ist.

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