Melanopsin

Cortisol und Melanopin wirken antizyklisch: Morgens produziert der Körper Cortisol. Gegen 9 Uhr ist es im Blut maximal konzentriert, fällt über den Tag dann kontinuierlich ab. Die Melatoninproduktion setzt erst am Abend wieder ein. Um 3 Uhr nachts ist der Melatoninspiegel am höchsten.

Melanopsin ist ein Photopigment, das für die Lichtempfindlichkeit der retinalen Ganglienzellen (ipRGC) verantwortlich ist. Seine höchste Empfindlichkeit liegt im Bereich zwischen 450 und 530 Nanometer (Halbwertsbreite) mit einem Maximum bei 490 nm. Über die Anregung dieses Farbstoffmoleküls durch Licht geben die retinalen Ganglienzellen Nervensignale ab, die biologische Lichtwirkungen auslösen.

Wenngleich es verschiedene Subtypen von ipRGC gibt und nach heutigem Kenntnisstand auch die anderen in der Netzhaut befindlichen Fotorezeptorzellen an biologischen Wirkungen beteiligt sind, tragen melanopsinhaltige Ganglienzellen am meisten zu den biologischen Wirkungen von Licht bei. Weil biologische Wirkungen wesentlich auf der Anregung der melanopsinhaltigen Ganglienzellen beruhen, werden diese auch melanopische Wirkungen genannt.

Siehe dazu auch die Rubriken „Human Centric Lighting“ und „Nicht-visuelle Lichtwirkungen

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