Förderung der Beleuchtung

Nachhaltigkeit ist politisch gewünscht und wird unterstützt. Unter anderem fördern EU und Bundesregierung Neubau- und Sanierungsprojekte, die durch mehr Energieeffizienz zum Klimaschutz beitragen. Dazu zählen auch Maßnahmen zu energiesparender Beleuchtung, etwa in Kommunen oder Unternehmen. Die Bundesländer haben zusätzliche Maßnahmen aufgelegt.
 

Über sämtliche Programme des Bundes, der Länder und der EU informiert die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter www.foerderdatenbank.de.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) bietet im Rahmen der Kommunalrichtlinie spezielle Förderungen der Innen- und Außenbeleuchtung für Kommunen an.

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) fördert seit 1. Januar 2021 Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien für Neubau- und Bestandsgebäude. Sie gilt für Einzelmaßnahmen, Wohngebäude und Nichtwohngebäude.

Bisherige Fördermaßnahmen für energetische Sanierungen werden darin gebündelt. Erstmals unterstützt die BEG neben Sanierung und Austausch alter, ineffizienter Heizungs- oder Beleuchtungsanlagen auch Digitalisierungsmaßnahmen inklusive Steuerungs- und Regelungstechnologien.

Das Programm ist eine Maßnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 und gilt bis 31. Dezember 2030. Mit Beratung durch einen Effizienzexperten kann ein Zuschuss in Höhe von 20 Prozent über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder ab 1. Juli 2021 ein zinsgünstiges Darlehen mit Tilgungszuschuss über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Neben Investitionen werden auch die energetische Fachplanung und Baubegleitung mit 50 Prozent gefördert. Das Programm unterliegt nicht dem EU-Beihilferecht.

Wer wird gefördert?

  • Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Freiberuflich Tätige
  • Kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Gemeinde- und Zweckverbände sowie rechtlich unselbstständige Eigenbetriebe kommunaler Gebietskörperschaften
  • Gemeinnützige Organisationen einschließlich Kirchen
  • Unternehmen, einschließlich Einzelunternehmer, und kommunale Unternehmen
  • Sonstige juristische Personen des Privatrechts einschließlich Wohnungsbaugenossenschaften

Antragsberechtigt sind Eigentümer, Pächter oder Mieter des Grundstücks/Grundstücksteils beziehungsweise des Gebäudes/Gebäudeteils und Contractoren.

Wie hoch ist die Förderung?

  • 20 Prozent Förderung für Einzelmaßnahmen bei Investitionen in Leuchten, Steuerung, Installation und Inbetriebnahme bei Optimierung in Neubau- und Bestandsgebäuden
  • 50 Prozent nicht rückzahlbarer Zuschuss (Tilgungszuschuss bei der Kreditvariante)

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Anlagen älter als 5 Jahre
  • Weitere Nutzung 10 Jahre
  • Einbindung eines Effizienzexperten (nach Expertenliste)
  • Investitionsvolumen von mindestens 2.000 Euro netto

Technische Mindestanforderungen

  • Die Systemlichtausbeute (Leuchtenlichtausbeute) beträgt mindestens:
  • 140 Lumen je Watt bei LED-Lichtbandleuchten
  • 120 Lumen je Watt bei allen anderen Beleuchtungssystemen
  • Lichtstromerhalt für LED-Leuchten mindestens L80 bei 50.000 Betriebsstunden

Was wird gefördert?

  • Leuchtenaustausch nach Mindestanforderungen, inklusive Umfeldmaßnahmen (Baustelleneinrichtung, Materialkosten, Installation, Deinstallation und Entsorgung, Arbeiten für Verteilungen und Malerarbeiten)
  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, wie Tageslicht- oder präsenzabhängige Steuerung/Regelung inklusive aller Komponenten
  • Komponenten für ein Energiemanagementsystem (Monitoring der Systemeffizienz, Anzeige  Wartungsintervalle, Anzeige Energieverbrauch)
  • Inbetriebnahme und Maßnahmen zur Anlagenoptimierung
  • Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen durch einen Energieeffizienzexperten oder einen zusätzlich beauftragten Dritten (Dritte dürfen nicht in einem Inhaber-, Gesellschafts- oder Beschäftigungsverhältnis zu den bauausführenden Unternehmen stehen oder Lieferungen und Leistungen für das Bauvorhaben vermitteln)

Antragstellung

  • Förderanträge sind vor Vorhabenbeginn (vor Abschluss eines der Lieferungs- oder Leistungsverträge) durch einen Energieeffizienzexperten zu stellen.
  • Die Zuschussförderung wird für 24 Monate nach Zuwendungsbescheid zugesagt (Bewilligungszeitraum). Eine Verlängerung um maximal 24 Monate ist möglich.
  • Förderanträge von Contractoren bedürfen einer gemeinsamen Erklärung mit dem Contractingnehmer.
  • Der Energieeffizienzexperte ist unabhängig zu beauftragen.
  • Planungs- und Beratungsleistungen dürfen vor Antragstellung (Eingangsdatum BAFA/KfW) erbracht werden.

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