OLEDs

OLEDs (= organische Leuchtdioden) nutzen organische Halbleiter zur Lichterzeugung und sind die erste von Natur aus flächige Lichtquelle. Die Panels sind extrem dünn, können sich flexibel anpassen, sparen Platz und Energie. OLEDs geben ein gleichmäßiges, weitgehend blendfreies Licht mit hoher Farbwiedergabe ab. Zudem sind Helligkeit und Farbe gut zu steuern. OLEDs eröffnen ganz neue Dimensionen in der Display-Technologie und der (Flächen-) Beleuchtung. Sie enthalten weder Quecksilber noch andere Giftstoffe.

Bei OLEDs fließt der Strom durch ultrafeine Schichten aus kleinen Molekülen (smOLED) oder langkettigen Polymeren (pOLED). Ihr Aufbau erinnert an ein Sandwich, eingebettet zwischen zwei großflächigen Elektroden. Unter Spannung wandern Elektronen und „Löcher" (positive Ladungsträger) in die Mitte und rekombinieren dort, ähnlich dem Ausgleich am p-n-Übergang von LEDs.

Ebenso wie bei LEDs, bestimmt auch bei OLEDs das verwendete Material die Farbe des Lichts. Die Farbe kann aber wechseln, sowohl auf der gesamten Fläche als auch an einzelnen Punkten. Diese Eigenschaft ermöglicht OLED-Bildschirme.

Derzeit sind allerdings sind die Lichtausbeuten organischer Leuchtdioden noch nicht sehr hoch – bis 65 lm/W konnten bisher erreicht werden. Auch die Lebensdauer liegt aktuell „nur" bei 10.000 Stunden. Die große Herausforderung bei OLEDs ist die Empfindlichkeit der hauchdünnen Folien gegenüber Sauerstoff und Wasser. Geeignete Kunststoffmaterialien müssen die sensiblen organischen Schichten über ihre Lebensdauer hinweg schützen.

Weitere grundlegende Informationen finden Sie auch in der Rubrik Beleuchtungstechnik.


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