News aus dem Lichtmarkt

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07.09.2017

LiSA forscht für das Büro von morgen

Vorausschauende Techniken für das Licht- und Solarmanagement von Fassaden und Beleuchtung

Die vernetze Steuerung von Beleuchtung und Fassaden bietet ein hohes Energieeinsparpotenzial und kann zum Wohlbefinden von Mitarbeitern beitragen. Das Verbundforschungsprojekt „LiSA“ (Licht- und Solarmanagement) an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern will neue Techniken zur automatischen Steuerung in Bürogebäuden entwickeln und erproben.

Damit Büros im Sommer nicht zu heiß werden und keine Reflexblendung auf Bildschirmen entsteht, sind in den meisten Bürogebäuden Jalousien oder Rollladensysteme vorhanden. „Leider gibt es hierfür nur wenige automatische Systeme, die in Büros auf Zustimmung stoßen“, sagt Professorin Sabine Hoffmann, die an der TU Kaiserslautern zu Gebäudesystemen und -technik forscht. „Wir entwickeln Techniken, die den thermischen und visuellen Komfort in den Büros sicherstellen sollen. Hier gibt es ein hohes Energieeinsparpotenzial. Zudem wissen wir, dass die Lichtqualität und ein möglichst hoher Tageslichtanteil aus gesundheitlichen Gründen äußerst wichtig sind, zum Beispiel um dem Biorhythmus des Menschen gerecht zu werden.“

Die Forscher wollen unter anderem einen kostengünstigen Sensor entwickeln, der Lichtverhältnisse und Wärme durch Sonnenstrahlung misst. Ein vorausschauendes Regelsystem soll zudem alle Komponenten steuern und drahtlos vernetzen. Getestet werden diese Produkte im „Living Lab smart office space“ im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern.

Insgesamt sind drei Lehrstühle aus Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik beteiligt: neben Projektkoordinatorin Professorin Sabine Hoffmann, Professor Steven Liu vom Lehrstuhl für Regelungssysteme an der TU Kaiserslautern und Professor Didier Stricker, der am DFKI den Forschungsbereich Erweiterte Realität/Augmented Vision leitet. Im Rahmen des Programms „Energieoptimiertes Bauen“ (EnOb) unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium das Projekt mit 1,6 Millionen Euro.

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