17.05.2021

Frankfurts Lichtkunst interaktiv erleben

Kunstgeschichtliches Institut setzt Installationen in akademischen Kontext

Frankfurt am Main ist eine Stadt des Lichts: Heimat der Weltleitmesse Light + Building und der Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung Luminale in Frankfurt und Offenbach. Abends leuchtet die Skyline weithin sichtbar. Flaneure in den Wallanlagen, auf den Straßen und Plätzen stoßen immer wieder auf Installationen der Lichtkunst. Viele von ihnen lassen sich mit einem Spaziergang erreichen – den sogenannten Nightwalks. Drei Routen bietet die neue Webseite www.lichtkunst-in-frankfurt.de des Kunstgeschichtlichen Instituts der Goethe-Universität an.

Virtuelles Museum
Neben pandemiekonformen Spaziergängen lädt die Seite vor allem dazu ein, sich den Werken teils prominenter Lichtkünstler wie Tobias Rehberger, Ólafur Eliasson oder Leo Villareal auch akademisch zu nähern. Die Studierenden haben rund 30 öffentlich zugängliche oder von außen gut einsehbare Lichtkunstarbeiten aus rund 25 Jahren beschrieben, kontextualisiert und auf einer Karte verortet. Zielsetzungen waren dabei, die Bezüge zu Kunst-, Kultur- und Technikgeschichte herauszuarbeiten, das künstlerische Konzept und die Frage nach der Abgrenzungsmöglichkeit zwischen Lichtkunst und Lichtgestaltung zu thematisieren. Die studentischen Arbeiten zeigen auch, dass Licht als Material des künstlerischen Schaffens an eine lange Tradition anknüpft, die sich bis zur sakralen Kunst der Gotik zurückzuverfolgen lässt. Entstanden sind die Inhalte in einem Seminar des Masterstudiengangs Kunstgeschichte. Gefördert wird das Projekt von der Hessischen Kulturstiftung. Und das Angebot soll wachsen: Aktuell arbeiten die Studierenden an Routen für eine interaktive Rallye auf einer Smartphone-App.

Zurück