23.10.2019

Licht für demenzsensible Klinikbauten

Handbuch und Planungshilfe erschienen

Von einer Umgebung, die räumlich und visuell gut erfassbar ist, Sicherheit vermittelt und Wohlbefinden fördert, profitieren Patienten und Mitarbeiter. Das gilt im besonderen Maße für Menschen mit kognitiven Einschränkungen durch Demenz. Denn ihnen fehlt in der unvertrauten Umgebung die Orientierung. Sie reagieren oft mit Angst und Unruhe. Eine demenzsensible Architektur bietet ein Spektrum architektonischer Gestaltungsmöglichkeiten. Ein wichtiger Aspekt ist die Beleuchtung: Sie sorgt für räumliche Orientierung, ermöglicht die Erfüllung der Sehaufgaben und das Erkennen von Gesten und Mimik. Licht beeinflusst die Stimmung und ausreichend Tageslicht unterstützt den guten Schlaf in der Nacht.

Das neue Handbuch „Demenzsensible Krankenhausbauten“ von Kathrin Büter und Gesine Marquardt informiert über die wissenschaftlichen Grundlagen einer demenzsensiblen Architektur. Die Planungshilfe gibt einen Überblick zum Krankheitsbild, beschreibt Gestaltungsparameter und zeigt Praxisbeispiele. Erklärt werden etwa die Wirkung des Tageslichts auf den Menschen, altersbedingte Faktoren und die Bedeutung der zonierten Beleuchtung für die Orientierung. Der Band basiert auf dem Forschungsprojekt „Planungsgrundsätze für demenzsensible Architektur im Akutkrankenhaus“, gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

Demenzsensible Krankenhausbauten

Handbuch und Planungshilfe
Kathrin Büter und Gesine Marquardt
128 Seiten
August 2019, DOM Publishers, Berlin

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