24.01.2019

Licht macht Schüler munter

Studie untersucht den Effekt von blauem und rotem Licht auf die Aufmerksamkeit von Jugendlichen

Können sich Schüler besser konzentrieren und sind sie leistungsfähiger, wenn sie von einer bestimmten Lichtfarbe umgeben sind? Dieser Frage ging ein Studienteam um Neurowissenschaftlerin Dr. Petra Studer und PD Dr. Oliver Kratz, Kinderpsychiatrie am Universitätsklinikum Erlangen, nach und verglich den Einfluss von rötlichem und blauem Licht auf Aufmerksamkeit und Schlafqualität.

An dem Projekt nahmen rund 30 Gymnasialschüler im Alter zwischen elf und 17 Jahren teil. Unter dem Einfluss verschiedener Lichtumgebungen absolvierten sie Aufmerksamkeitstests und computergestützte Tests erfassten die Aufmerksamkeitsleistung. Das Ergebnis der Forscher: In blauer Lichtumgebung zeigten die Jugendlichen eine gesteigerte Aufmerksamkeitsleistung und bessere Resultate als unter rotem Lichteinfluss. Der Grund: Licht mit höheren Blauanteilen ähnelt dem natürlichen Tageslicht am Morgen und wirkt aktivierend. Rötliches Licht erzeugt eine Abendstimmung und signalisiert dem Menschen, zur Ruhe zu kommen. So berichteten die Jugendlichen auch von einem minimal verbesserten Schlaf nach rotem Licht am Abend.

Auf das Leseverständnis hatten die Lichtfarben in dieser Untersuchung keinen Einfluss. Die Ergebnisse der Studie erschienen in der Fachzeitschrift „Physiology & Behavior".

Weiterführende Informationen über die nicht-visuellen Effekte des Lichts, die innere Uhr und das moderne Beleuchtungskonzept Human Centric Lighting (HCL) finden Sie im Heft

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