25.08.2020

Schon gewusst? Warum Motten ins Licht fliegen

licht.de erklärt, warum Lichtquellen nachtaktive Insekten anziehen

Wer im Sommer abends schnell noch lüftet und dabei das Licht nicht ausschaltet, wird schnell von Scharen von Insekten heimgesucht. Vor allem Motten flattern dann spiralförmig um die Leuchte herum. Warum ist das so?

Nachtaktive Insekten wie Motten orientieren sich vor allem am Mond. Fliegen sie geradeaus, halten sie sich nach Möglichkeit stets in einem bestimmten Winkel zum Mondlicht. Die Navigationsmethode funktioniert, weil der Himmelskörper sehr weit weg ist und sich seine Position nur langsam ändert. Künstliche Lichtquellen sind sehr viel näher, der Winkel ändert sich beim Vorbeiflug rasant und die ständige Kurskorrektur lasst Insekten eine Lichtquelle umrunden und bringt sie gefährlich nah heran. Forscher bezeichnen diese Erklärung als Navigationstheorie. Denn abschließend geklärt ist dieses Phänomen nicht.

Studien zeigen, dass auch die Lichtfarbe den Insektenanflug bestimmt. Warmweißes LED-Licht lockt weniger Tiere an als etwa klassische Quecksilber-Hochdrucklampen, die heute kaum noch im Einsatz sind.

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