17.11.2020

Studie: Double Dynamic Lighting

Forscher testen Licht unter biologischen, ästhetischen und funktionalen Aspekten

Normen und Richtlinien geben Mindestanforderungen für die Bürobeleuchtung vor. Doch Mitarbeiter wollen mehr, wie eine laufende Studie in Dänemark ans Licht bringt. Bei der von der Universität Aalborg durchgeführten Untersuchung zur Arbeitsplatzbeleuchtung bevorzugen die Probanden eine Kombination aus direktem und diffusem dynamischen Tageslicht und künstlichen Licht.

Wetter im Raum

Diesen Ansatz nennen die Wissenschaftler „Double Dynamic Lighting (DDL)“, weil dabei Tageslicht und künstliches Licht variabel sind. Diese doppelte dynamische Beleuchtung umfasst die wechselnden Eigenschaften des Tageslichts und bezieht sich auf die menschliche Wahrnehmung von Unvorhersehbarkeit, Natürlichkeit, Lichtfluss, Lichtmodellierungseffekt und persönlichen Lichtzonen. Sie projiziert gewissermaßen „das Wetter in den Raum“. Die Beleuchtung wird in der Studie als positiv für die wahrgenommene Atmosphäre, den Sehkomfort und die Motivation eingestuft.

In einer Reihe von Untersuchungen werden praktische Gestaltungsrichtlinien entwickelt, getestet und umgesetzt. Ziel der Studie ist es, einen ganzheitlichen Ansatz für die Lichtplanung zu schaffen – eine Kombination aus biologischen, ästhetischen und funktionalen Aspekten bildet dabei die Grundlage. Die Universität stellt ein Whitepaper auf ihrer Webseite bereit. Erklärt wird der Beleuchtungsansatz auch in einem Internet-Video.

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