16.10.2017

Lichtrezepte für die Profiküche

Mit LED-Technik Betriebskosten senken und Arbeitssicherheit gewährleisten

Schneiden, Kochen, backen – der Großküchen-Arbeitsplatz muss entsprechend der Sehaufgabe beleuchtet sein. (Foto: licht.de)

(licht.de) Beim Catering und in der Großküche geht es oft hektisch zu: Nahrungsmittel werden verarbeitet, Gerichte vor- und zubereitet und teils aufwendig angerichtet. Hier ist ausreichendes Licht ein Muss: Eine angemessene Beleuchtung gewährleistet die Sicherheit am Arbeitsplatz und die Qualitätskontrolle der Lebensmittel und Speisen. Die Brancheninitiative licht.de hat eine Zutatenliste für eine durchdachte Lichtplanung erstellt. Energieeffiziente LEDs und Bewegungsmelder in wenig genutzten Bereichen gehören zum Rezept einer erfolgreichen Strom- und Kostenersparnis.

Offene Herdflammen, heiße Platten und scharfe Messe – in der Küche ist Vorsicht geboten. Eine gute Sicht verhindert Unfälle. Angenehme Sehbedingungen schafft eine Beleuchtungsstärke mit 500 Lux. Wichtig: Das Licht darf nicht blenden oder Schlagschatten werfen. Es gelten die Anforderungen an die Beleuchtung nach Norm DIN EN 12464-1 und die Arbeitsstättenrichtlinien.

Empfehlenswert sind die Lichtfarben Neutralweiß und Warmweiß. „Nicht nur Helligkeit und Farbtemperatur sind für eine gute Sicht ausschlaggebend. Überall, wo mit Lebensmitteln umgegangen wird, ist zudem auf eine sehr gute Farbwiedergabe zu achten“, rät Lichtexperte Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer von licht.de. Richtig ist der Farbwiedergabeindex Ra 90 oder höher. Hundert ist der höchste Wert und steht für farbecht. Der Einsatz der richtigen Lichtquellen erlaubt auch die Beurteilung der Frische und Güte der verwendeten Zutaten.

Resistente Leuchten
Leuchten müssen im Catering einiges aushalten können: Heißes Fett, Gardämpfe und hohe Temperaturen setzen ihnen zu. Eine robuste Konstruktion garantiert einen sicheren Betrieb. „In Großküchen sind Feuchtraumleuchten der Schutzart IP 54 zu empfehlen. Im Herdbereich muss zudem die chemische Beständigkeit der Leuchten garantiert sein“, betont Waldorf. Leuchten sollten in Gruppen schaltbar und dimmbar sein und parallel zur Fensterfront angeordnet werden.

Steuer- und Regelsysteme erhöhen dabei den Beleuchtungskomfort und sparen Energie. In vielen Hotels und Restaurants sowie in Bürogebäuden und Bildungsstätten mit Kantinen oder Mensen ist bereits ein Lichtmanagementsystem vorhanden. Auch in der Küche spielt es seine Stärken aus. Tageslichtsteuerung ist äußerst energieeffizient: Sensoren messen das einfallende Licht und schalten künstliches Licht erst zu, wenn es benötigt wird. Mit Präsenzmelden wird der Stromverbrauch in wenig genutzten Räumen wie Korridoren, Mitarbeitertoiletten, Kühl- und Lagerräumen eingedämmt. Außerdem können mit Lichtmanagementsystemen verschiedene Szenen abgerufen, das Licht gedimmt oder zeitabhängig gesteuert werden. Wartungsintervalle werden ebenso vom System überwacht wie Ausfälle gemeldet.

LEDs – die effizienten Lichtquellen
LEDs eignen sich mit ihrem guten Ansprechverhalten optimal für das Lichtmanagement. Die robusten Lichtquellen sind schaltfest, haben eine lange Lebensdauer, bedürfen nur eines geringen Wartungsaufwands und zeichnen sich durch ihre hohe Effizienz aus. In der Gastronomie entfallen laut DEHOGA und Gloor Engineering 20 Prozent des Stromverbrauchs auf die Beleuchtung. Entsprechend hoch ist das Einsparpotenzial: LED-Technik in Kombination mit Tageslichtsteuerung und Präsenzerfassung kann den Energieverbrauch um bis zu 80 Prozent senken.

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