20.01.2020

Lineares Licht – indirekt und stimmungsvoll

LED-Streifen betonen die Architektur und inszenieren Möbel

Fernsehen wird angenehmer und komfortabler, wenn der Hintergrund sanft aufgehellt ist. (Foto: licht.de/Paulmann)

(licht.de) Ein vielseitiges Werkzeug aus der Trickkiste der Lichtplaner ist lineares LED-Licht. Es schafft Ambiente und erzeugt Emotionen. „Beleuchtete Vouten (wie z. B. Deckenkehlen) heben architektonische Besonderheiten hervor und LED-Streifen illuminieren Einrichtungselemente“, sagt Dr. Jürgen Waldorf, Geschäftsführer der Brancheninitiative licht.de.

Für eine angenehme und abwechslungsreiche Lichtstimmung ist indirekte Beleuchtung ein wichtiger Baustein. Über eine Reflexion an Wand-, Boden- und Deckenflächen sorgt sie für weiches und diffuses Licht. Ob leuchtende Regalböden, ein durch Licht scheinbar schwebendes Bett oder beleuchtete Stucksimse in der Altbauwohnung – LED-Lichtbänder verbreiten Atmosphäre und lassen kleine Räume größer wirken. „Die Lichtquelle selbst sollte stets verborgen sein, damit der Betrachter nicht geblendet wird“, empfiehlt Dr. Waldorf. LED-Stripes und LED-Lichtleisten können etwa mit Klebestreifen angebracht werden und werten den Wohnraum schon mit einfachen Mitteln auf.

LED-Streifen für Einbau und Aufbau

Fest installierte LED-Lichtbänder sind etwas aufwendiger in der Montage, dafür aber effizienter und langlebiger. Sie werden in Profile eingesetzt, die Wärme wirksam ableiten und die Lichtquelle schützen. Sie eignen sich auch für die durchgehende Beleuchtung mit Vouten. Bei linearen Profilen wird zwischen Einbau- und Aufbauversionen unterschieden. Mit speziell für Rigips-Verblendungen entwickelten Einbauprofilen kann beispielsweise der Übergang von der Wand zur Decke beleuchtet werden: So entsteht der Eindruck einer schwebenden Decke. „Aufbauprofile haben den Vorteil, dass keine baulichen Veränderungen vorgenommen werden müssen. Sie können als Streifen an Wand oder Decke oder beispielsweise auch als Fußbodenleisten eingesetzt werden“, erklärt Waldorf.

Lichtfarbe und Farbwiedergabe wählen

Zu Hause werden meist warmweiße Lichtfarben (unter 3.300 Kelvin) bevorzugt. Beim Kauf sollte auf eine gute Farbwiedergabe (mindestens Ra 80) geachtet werden. Am Esstisch und in der Küche macht zum Beispiel eine bessere Farbwiedergabe von Ra 90 Sinn; die Farben der Speisen wirken dann besonders natürlich. Es gibt auch Modelle, die kalt- oder warmweißes Licht mit farbigem Licht in einem Stripe vereinen (z. B. RGB KW oder RGB WW). So wird mühelos zwischen Licht zum Lesen und Arbeiten oder farbigem Stimmungslicht gewechselt. Je nach Steuerung oder App sind auch sanfte Lichtverläufe programmierbar, die etwa einen Sonnenuntergang simulieren oder einen langsamen Farbverlauf abspielen.

Mehr Ideen für Licht im ganzen Haus bietet die Broschüre licht.wissen 14 „Licht für Wohnräume“.

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