02.05.2018

Smarte Arbeitswelten

Digitales Licht bietet individuelle Lösungen für Industrie und Handwerk

Ob Anlagenbau, Hochregallager oder Labor – die Anforderungen an die Industriebeleuchtung sind so vielschichtig wie die Arbeitsaufgaben und Betriebsumgebungen. Die Beleuchtung muss verschiedenste Sehaufgaben berücksichtigen und das jeweils richtige Licht für Tätigkeiten wie Montage, Kommissionierung oder Qualitätsprüfung zur Verfügung stellen. In Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 werden Prozesse zusehends komplexer und die Produktionslayouts wechseln häufiger. Die Beleuchtung sollte daher flexibel geplant werden. Mit modernen Beleuchtungssystemen lässt sich heute eine neue Flächenplanung schnell und einfach umsetzen.

Mehr als fünf Millionen Industriearbeitsplatze gab es laut Statistischem Bundesamt 2017 in Deutschland – plus zahlreiche Mitarbeiter in Klein- und Handwerksbetrieben. Ein Blick in Werkstätten und mittelständische Betriebe zeigt jedoch, vielerorts besteht Sanierungsbedarf: alte Anlagen verbrauchen zu viel Strom, entsprechen teils nicht mehr aktuellen Normen und bieten kein bedarfsgerechtes Licht. Dies kann negative Folgen für Gesundheit, Arbeitssicherheit und Qualität haben. Mit elektronischem Lichtmanagement können Unternehmen dagegen alle Vorteile ausschöpfen, die moderne Lichtquellen, Leuchten und Betriebsgeräte bieten. Ein neues Beleuchtungssystem mit Tageslicht- und Präsenzsteuerung spart gegenüber einer Anlage aus den 80er-Jahren bis zu 80 Prozent Energie, sodass sich die Investition rasch amortisieren kann. Die weiteren Vorteile des digitalen Lichts sind:

  • weniger Wartungsaufwand,
  • besserer Unfallschutz,
  • mehr Flexibilität,
  • hohe Zuverlässigkeit durch professionelle Planung, hochwertige Komponenten, ein gutes Lichtmanagementsystem und langlebige LED-Leuchten.


Licht und Gesundheit

Eine gut geplante Industriebeleuchtung mit intelligenter Lichtsteuerung und moderner LED-Technologie ist ein Instrument, das zum wirtschaftlichen Erfolg beiträgt. Denn sie gewährleistet nicht nur die Erfüllung der Arbeitsaufgaben durch Mitarbeiter, sondern kann auch das Wohlbefinden und die Gesundheit der Beschäftigten verbessern. Höhere Qualität, weniger Unfälle, Krankenstand und Fehlzeiten wirken sich auch positiv auf die Bilanzen aus.

Human Centric Lighting (HCL) unterstützt zielgerichtet und langfristig Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit des Menschen durch eine ganzheitliche Planung und Umsetzung der visuellen, emotionalen und biologischen Lichtwirkungen. HCL orientiert sich dabei am natürlichen Tageslichtverlauf, an dessen Spektrum und Intensität. Denn Licht ist der Taktgeber für die innere Uhr, es steuert Hormone und den Schlaf-Wach-Rhythmus. Eine biologisch wirksame Beleuchtung aktiviert am Morgen und lässt den Körper am Abend zur Ruhe kommen. Lichtmanagement und innovative Sensortechnologie sorgen zusammen mit optimierten Leuchten und effizienter LED-Technologie für die Umsetzung dieses auf den Menschen und seine Bedürfnisse fokussierten Beleuchtungskonzeptes. Der Einsatz von HCL ist auch in der Industrie sinnvoll, wobei es die Besonderheiten von Schicht- und Nacharbeit in der Planung zu berücksichtigen gilt.

Vertiefende Informationen bietet die neue Fachpublikation licht.wissen 05 „Industrie und Handwerk". Sie informiert umfassend über moderne Industriebeleuchtung und stellt viele Anwendungs- und Praxisbeispiele vor. Hinweise zur Lichtplanung, zum Arbeitsschutz sowie zu Energieeffizienz und Sanierung von Beleuchtungsanlagen vervollständigen das Themenspektrum. Mehr über LEDs erfahren Sie zudem im aktuellen Heft licht.wissen 17 „LED: Grundlagen – Applikation – Wirkung".

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