Beleuchtung in einer Industriehalle

Zündgeräte und Starter

Lichtquellen, die sich nicht mit normaler Netzspannung zünden lassen, benötigen Zündgeräte (Hochdruck-Entladungslampen) bzw. Starter (Leuchtstofflampen).


Zündgeräte sind notwendig für alle Hochdruck-Entladungslampen, wie Halogen-Metalldampflampen und Natriumdampf-Hochdrucklampen. Ihr Licht wird durch eine Gasentladung zwischen zwei Elektroden erzeugt, die erst mit einer bestimmten Zündspannung (je nach Lampenleistung 1 Kilovolt (kV) bis 5 kV) gestartet werden kann; bestimmte Gas-Beimischungen in der Lampenfüllung können die Zündspannung auf unter 1 kV absenken. Innenzünderlampen benötigen keine externen Zündgeräte. Zur sofortigen Heißwiederzündung sind deutlich höhere Spannungen als 5 kV notwendig.

Überlagerungs-Zündgeräte

Die gängigsten Zündgerätetypen sind Überlagerungs- und Impuls-Zündgeräte. Überlagerungs-Zündgeräte verfügen über eingebaute Transformatoren, die kurze Hochspannungsimpulse produzieren. Deshalb muss das Zündgerät nahe an der Lampe positioniert werden (max. 3 m Kabellänge) – im Gegensatz zum Vorschaltgerät, das bis zu 20 m entfernt sein darf (z. B. im Mastfuß). Durch ihre geringe Größe ist eine Integration direkt in den Leuchten kein Problem.

Impuls-Zündgeräte

Impuls-Zündgeräte arbeiten mit Vorschaltgeräten (VG) zusammen, die dafür geeignet sein müssen. Das VG übernimmt die Funktion des Transformators und hebt die Spannung auf den erforderlichen Wert an. Moderne Vorschaltgeräte, in Kombination mit Impuls-Zündgeräten, verfügen über digitale Zündzeitbegrenzer („Timer-Funktion"): Sie verhindern das zyklische Ein- und Ausschalten der Lampen am Ende ihrer Lebensdauer.

Starter

Auch Leuchtstofflampen, die nach dem Prinzip der Gasentladung arbeiten, benötigen einen Starter zur Zündung. Dafür gibt es in der Leuchte einen separaten Montageplatz hinter der Lampe. Einfache Starter müssen bei jedem Lampenwechsel mit getauscht werden, Sicherheits- bzw. elektronische Starter je nach Herstellerangabe. In Kompaktleuchtstofflampen mit 2-pin-Sockel für KVG/VVG-Schaltungen sind die Starter in die Lampensockel integriert. In elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) ist die Startfunktion eingebaut, sie brauchen also keine eigenständigen Starter.

 

 

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