Die LED-Leuchte – ein technologisches Lichtsystem

LED-Leuchten sind komplexe Systeme aus Lichttechnik und Elektronik. Sie bestehen in der Regel aus Gehäuse, integriertem Vorschaltgerät, optischem System zur Lichtverteilung und einem LED-Modul oder mehreren Modulen zur Lichterzeugung.

Für eine gute LED-Leuchte sind qualitativ hochwertige Komponenten entscheidend. Als Lichtquellen werden meist LED-Module verwendet. Effiziente LED-Lösungen setzen voraus, dass Module und Leuchtenkomponenten optimal aufeinander abgestimmt sind; sie bilden stets ein komplettes System. Es besteht aus folgenden vier Komponenten: 

Beispielhafter Aufbau einer LED-Leuchte: Die an der LED-Platine entstehende Wärme muss über das Gehäuse mit spezifischem Kühlkörper abgeführt werden, damit Lichtqualität und Langlebigkeit erhalten bleiben. Die Optik sorgt für Lichtlenkung und passenden Abstrahlwinkel.

Betriebsgerät

Wie zuverlässig eine Leuchte arbeitet, ist auch vom Betriebsgerät abhängig. Bei Leuchtenausfällen ist in den seltensten Fällen die LED die Ursache, sehr häufig ist es ein defektes Betriebsgerät. Hier ist es wichtig, dass hochwertige, geprüfte und zertifizierte Markengeräte eingesetzt werden. Die Leuchte muss zudem so konstruiert sein, dass ein Betriebsgerät Platz findet und nicht überhitzt.

Gehäuse mit Kühlkörper

Qualitätsleuchten zeichnen sich durch eine gut aufeinander abgestimmte mechanische, optische und thermische Auslegung aus. Nach wie vor gehören ein kleiner Bauraum und hohe Raumtemperaturen für LED-Leuchten zu den größten Herausforderungen – daher ist ein gutes Thermomanagement erforderlich.

LED-Module

Module bestehen im Prinzip aus mehreren Einzel-LEDs, die auf einer Leiterplatte durch Auflöten kontaktiert sind. Dies sorgt dafür, dass die LEDs elektrisch verbunden sind, angesteuert werden können und die Wärme abgeleitet wird. Die flachen Module ermöglichen einen flexiblen und effizienten Einsatz der LED-Technologie, eine Standardisierung dieser Bauteile gibt es jedoch nicht.

Optisches System/Abdeckung

Für eine gezielte Lichtverteilung werden zusätzlich Sekundäroptiken eingesetzt. Gute optische Systeme, Abdeckungen oder Streuscheiben lassen möglichst viel Licht hindurch und streuen das Licht diffus oder lenken es fokussiert.

Produktqualität

Für ein langlebiges System ist die Qualität von LEDs und Vorschaltgerät entscheidend. Qualität und Effizienz der LEDs werden immer besser: Werte von über 150 Lumen pro Watt für die Leuchte sind heute in einigen Anwendungen schon realistisch; dieser Wert wird in den kommenden Jahren weiter steigen.  

Eine hohe LED- und lichttechnische Kompetenz des Herstellers ist für die optimale Umsetzung der Bedürfnisse des Kunden wichtig. Schon bei der Lichtplanung und Leuchtenwahl sollte auf Produktqualität geachtet werden. Andernfalls müssen Leuchten vorzeitig ersetzt oder repariert werden. Eine Reparatur sollte fachmännisch unter Einsatz originaler Ersatzteile erfolgen.

Langlebigkeit und Austausch von LEDs

Mit der kompakten LED-Technik verschmelzen Leuchtmittel und Leuchte zu einer Einheit und erzielen beste Effizienzwerte. Bei der sehr langen Lebensdauer der LED ist dies weniger kritisch, als viele Anwender befürchten. Fällt doch einmal etwas aus, wird – ähnlich wie beim Akkuwechsel eines Mobiltelefons – das LED-Modul vom Hersteller oder einer Fachkraft ausgetauscht. Nur so ist gewährleistet, dass der thermische Pfad nach der Reparatur wiederhergestellt ist und die LEDs beim Einbau keinen Schaden nehmen.

Ein Beispiel: Eine Leuchte im Office hält bei einer Nutzungsdauer von etwa 2.000 Stunden im Jahr und einer Lebensdauer der LED von 50.000 Stunden 25 Jahre. Ein LED-Modulwechsel ist daher unwahrscheinlich. In vielen Fällen wird das Büro bis dahin schon mit neueren Leuchten modernisiert sein. Ausnahmen können Straßenleuchten sein, die auf sehr lange Lebenszeiten und extrem hohe Belastung ausgelegt sind sowie Leuchten, die im 24-Stunden-Betrieb eingesetzt werden. Hier sollte bei der Produktauswahl auf eine wartungsfreundliche Möglichkeit zum Modulaustausch geachtet werden.

Zurück