Qualitätsmerkmale von LED-Produkten

LEDs haben sich in den vergangenen Jahren in allen Bereichen der Beleuchtung durchgesetzt. Qualität und Lebensdauer einer LED sind von einem optimalen Zusammenspiel verschiedenster Faktoren abhängig, die im Idealfall einen Betrieb von weit mehr als 50.000 Stunden ermöglichen.

Im Gegensatz zu konventionellen Lampen ist ein Totalausfall bei LED-Lichtquellen äußerst selten. Sie sind nach dem Einbau in eine Beleuchtungsanlage praktisch wartungsfrei. Einzig die Helligkeit, also der Lichtstrom, nimmt über die Betriebsdauer leicht ab. Innere und äußere Einflussfaktoren beeinflussen die Lebensdauer der LED.

Vielfältige Faktoren nehmen Einfluss auf die Lebensdauer einer LED-Leuchte.

Temperatur, Thermomanagement

Wichtigster Faktor für die richtige Betriebstemperatur einer LED ist ein gutes Thermomanagement. Zu hohe Temperaturen haben einen direkten Einfluss auf Lebensdauer und Lichtstrom von einzelnen LED-Bauteilen und komplexen LED-Modulen. Die Wärme muss daher durch konstruktive Maßnahmen (z. B. Kühlkörper) vom Halbleiterchip abgeleitet werden.

Grundsätzlich gilt: Je kühler die LED betrieben wird, desto länger ist ihre Lebensdauer und umso höher die Effizienz. Je wärmer die Umgebungstemperatur, umso wichtiger ist eine effiziente Wärmeableitung in der Leuchte. Seriöse Hersteller vermerken die zulässige Umgebungstemperatur auf ihren Produkten; Lichtströme und Lebensdauer ihrer LEDs können so optimal ausgeschöpft werden.

Strahlung und chemische Einflüsse

LED-Leuchten müssen aus hochwertigen Materialien bestehen. Trotz Sonneneinstrahlung und chemischen Einflüssen, wie beispielsweise Salzwasser am Meer oder Chlor in Schwimmbädern, müssen sie dauerhaft beständig sein. Werden Materialien leicht spröde und brüchig, kann Feuchtigkeit in die Leuchte eindringen, empfindliche elektronische Bauteile schädigen und zum Ausfall der Technik führen.

Mechanische Einflüsse

Die zu erwartenden mechanischen Einflüsse auf Leuchten müssen im Vorfeld einer Planung ermittelt werden, um das passende Produkt auszuwählen. Für Lichtlösungen in Sporthallen beispielsweise ist eine hohe Schlag- und Stoßfestigkeit der Leuchten vorgeschrieben; sie müssen ballwurfsicher und bruchfest sein.

Auch Außenleuchten im öffentlichen Raum sollten möglichst gut gegen Vandalismus, Stöße und Witterungseinflüsse, wie beispielsweise Hagelschlag, geschützt sein, und entsprechend robuste und langlebige Gehäuse aufweisen.

Feuchtigkeit  

Feuchtigkeit kann elektronische Bauteile innerhalb kürzester Zeit zum Ausfall bringen und dauerhaft beschädigen. Deshalb ist es wichtig, überall dort, wo Umwelteinflüsse es erfordern, hochwertige sowie wasser- und staubdichte Leuchten einzusetzen. Über eine Codierung der betreffenden Schutzart wird die Eignung von Leuchten für bestimmte Umgebungsbedingungen festgelegt.

Strom

LEDs und LED-Module müssen elektronisch einwandfrei betrieben werden. Voraussetzung dafür ist ein Vorschaltgerät, das den Betriebseigenschaften des Moduls oder der LED entspricht. Mögliche äußere Einflüsse, wie Überspannungen, müssen berücksichtigt und auch sonst alle technischen Vorkehrungen für einen störungsfreien Betrieb der Leuchte getroffen werden.

Wartung, Haltbarkeit, Effizienz

Die lange Haltbarkeit von LED-Leuchten machen sie nahezu wartungsfrei. Ein Lampentausch, wie man ihn früher kannte, ist in der Regel nicht mehr notwendig. Generell äußert sich die Qualität von LED-Leuchten in einheitlichen Lichtfarben und homogener Helligkeit sowie in der Langlebigkeit des gesamten Systems.

Die LED ist ein Halbraumstrahler, der die höchste Effizienz immer direkt in der Anwendungsrichtung aufweist. Die optischen Systeme einer LED-Leuchte erzeugen in Bezug auf die Sehaufgabe eine sehr präzise Lichtlenkung. Mit einer LED-Beleuchtungsanlage lässt sich also nachhaltig ein Effizienzgewinn erzielen.

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