Glühlampen: Mehr Wärme als Licht

Glühlampen sind Temperaturstrahler: Sie erzeugen Licht durch Widerstandserhitzung eines Wolframdrahtes. In der Glühlampe bringt der Strom den zu einer Wendel gebogenen Wolframdraht (Einfach- oder Doppelwendel) zum Glühen. Die Wolframwendel ist in einem luftleeren oder mit Stickstoff beziehungsweise Edelgas gefüllten Glaskoben untergebracht.

Die Glühlampe ist die älteste elektrische Lampe – 2019 wird sie 140 Jahre alt. Der Amerikaner Thomas Alva Edison optimierte 1879 die schon 1854 von Johann Heinrich Goebel (Deutschland) vorgestellte Glühlampe mit Erfolg.  

Glühlampen sind – weitgehend – Geschichte

Glühlampen wandeln nur etwa fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um; der Rest ist Wärmestrahlung. In der Ökobilanz ist außerdem zu berücksichtigen, dass die Glühlampe mit maximal 1.000 Stunden eine sehr kurze Lebensdauer hat. 

Angesichts der schlechten Energiebilanz wurden Glühlampen in der EU bis 2012 schrittweise vom Markt genommen. Rechtliche Grundlage war die Verordnung Nr. 244/2009 „Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht". Ausgenommen von dieser Regelung sind Speziallampen für Backofen, Kühlschrank usw.

Die Glühlampe verschwindet. Es gibt aber genügend Alternativen, die – ausgestattet mit Schraubsockel E27 oder E14 – in nahezu jede Leuchte passen.

Mehr Infos zu effizienten Lichtquellen

Detaillierte Informationen zum europaweiten Glühlampenausstieg sowie zu Alternativen gibt es in unserem Special „Energieeffiziente Lichtquellen".

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