Mehr Effizienz: Lichterzeugung im Wandel

Die Erzeugung künstlichen Lichts benötigt Energie: Weltweit werden immer noch 15 Prozent der elektrischen Leistung für die Beleuchtung verbraucht (IEA/UNEP, Frühjahr 2014). Deshalb setzten Energieeinsparungen immer auf Einsparungen beim Licht. Die lichttechnischen Anforderungen für die jeweilige Anwendung müssen gleichwohl erfüllt werden, wie etwa Mindestbeleuchtungsstärken am Arbeitsplatz, denn sie haben häufig Sicherheitsrelevanz und damit auch eine juristische Dimension.


Um Energie beim Licht zu sparen, greift die Politik massiv ein und hat auch innerhalb der Europäischen Gemeinschaft (EU) Richtlinien zur Steigerung der Energieeffizienz erlassen. Lichtquellen, die diese Anforderungen nicht erfüllen, dürfen in der EU nicht mehr als Neu-Produkte in den Markt gebracht werden. Außerdem werden Endverbraucher über das Energielabel auf Lichtquellen mit hoher Effizienz (z. B. A++) hingewiesen. Auch in anderen Ländern außerhalb der EU gelten mittlerweile solche oder ähnliche Regelungen.

Smarte Lichttechnologie hilft dabei, Leuchten zu dimmen, zu schalten und darüber hinaus lichttechnische Werte der Leuchte zu ermitteln.

Was bedeutet dieser Wandel in der Praxis?

Lichtquellen und Lampen mit weniger energieeffizienten Technologien werden entweder direkt aufgrund der Richtlinien nicht mehr produziert oder sie verlieren so an Attraktivität, dass sie nicht mehr eingesetzt werden – trotz möglicher anderer Vorteile. So müssen sich auch Hersteller, die bisher vor allem mit traditioneller Lichttechnik gearbeitet haben, stark umstellen, wenn sie weiterhin am Markt präsent bleiben wollen. Dennoch, Effizienz ist nicht alles: Licht erfüllt neben der Erzeugung von Helligkeit noch andere Anforderungen; sorgt z. B. für eine angenehme Atmosphäre und unterstützt den Menschen in seinem Wohlbefinden (siehe auch: Gütemerkmale).

Zudem wird die Anwendungstechnik immer komplexer, weshalb für Planung, Umsetzung und Betrieb einer guten Beleuchtungsanlage eindeutig Fachleute gefragt sind. Hier tun sich neue Möglichkeiten auf, denn Steuerbarkeit rückt in den Fokus und damit auch die Frage, welche „Sprache“ die Komponenten miteinander sprechen können: Sind es DALI-Komponenten, sollen sie in ein BUS-System eingebunden werden oder ist eine drahtlose Steuerung gewünscht?

Ob farbiges Licht oder Dimmen – der Anwender entscheidet, wie aufwendig das System werden darf und wie es letztendlich kontrolliert wird: vorher programmiert und dann automatisch gesteuert oder per APP, per Schalter oder Fernbedienung.

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