Glühlampenverbot - Erweiterte Kennzeichnungspflicht

Die Kennzeichnung von Lichtquellen

Mit dem Energielabel für Lampen können sich Verbraucher schnell über den Stromverbrauch informieren. Die Europäische Union (EU) reagierte damit auf die rasante Entwicklung in der LED-Technologie. Seit 1. September 2013 müssen Lichtquellen, die innerhalb der EU vertrieben werden, mit dem Energielabel gekennzeichnet werden.

Die Klassen A+ bis A++ stehen derzeit für hohe und höchste Energieeffizienz. Die Richtlinie 2010/30/EU zur Energieverbrauchskennzeichnung wurde am 1. August 2017 durch die Rahmenverordnung zur Energieverbrauchskennzeichnung 2017/1369 ersetzt. Die „Plusklassen“ verschwinden demnach in Zukunft wieder und die Buchstaben A bis G decken ab dem Jahr 2020 alle zulässigen Energieeffizienzklassen ab.

Übrigens: Seit März 2014 müssen auch Leuchten für Privatanwender gekennzeichnet werden: mit dem Stromverbrauch geeigneter Lichtquellen.

Informationsmaterial

Praktische Tipps und Unterstützung beim Lampenkauf, knapp und prägnant erklärt, bieten diese Dokumente.

  • Grafik zur Erklärung der Verpackungsangaben einer Lampe von Lightcycle

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Welche Angaben befinden sich auf der Verpackung?

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Entscheidend sind heute nicht mehr Watt, sondern Lumen. Watt beschreibt die Leistungsaufnahme (in Watt) einer Lampe, der Lichtstrom wird in Lumen (lm) beziffert. Der Lichtstrom ist die beste Größe für die Vergleichbarkeit: Stimmt die Lumen-Angabe zweier Lampen überein, sind beide Lichtquellen gleich hell. So ist beispielsweise das Licht einer Energiesparlampe mit 710 Lumen genauso hell, wie das einer Glühlampe mit 710 Lumen.

Die Lebensdauer muss in Stunden (h) ausgewiesen sein. LEDs und Energiesparlampen halten deutlich länger als 10.000 Stunden.

Die Zahl der Schaltzyklen informiert darüber, ob besonders viele Schaltvorgänge, zum Beispiel in einem Treppenhaus, die Lebensdauer der Lampe verkürzen. Robuste LEDs und gute Energiesparlampen werden dieser Anforderung gerecht.

Außer in beschreibenden Wörtern (Warmweiß, Tageslichtweiß, Neutralweiß) muss die Lichtfarbe als Farbtemperatur und damit als Zahlenwert in Kelvin (K) angegeben werden. Das warmweiße Licht von Glühlampen hat etwa 2.700 K, neutralweißes Licht zum Beispiel 4.000 Kelvin.

Darüber gibt die Anlaufzeit in Sekunden (s) Auskunft. Sie definiert, wie lange es dauert, bis die Lampe  nach dem Einschalten 60 Prozent des vollen Lichtstroms abgibt. Die Angabe „keine“ ist übrigens erlaubt, aber nur, wenn die Anlaufzeit kürzer als eine Sekunde ist.

Wenn der Lichtstrom der Lampe nicht verändert – gedimmt – werden kann, muss der Hersteller darauf hinweisen. Wenn der Lichtstrom nur auf eine bestimmte Art gesteuert werden kann, muss er dies ebenfalls angeben.

Anhand Länge und Durchmesser kann festgestellt werden, ob eine Lampe überhaupt in eine bestimmte Leuchte passt. Problematisch sind beispielsweise als Glühlampen-Ersatz verwendete Energiesparlampen, die einige Zentimeter aus der Leuchte herausragen: Ihr Licht kann blenden, und die Leuchte sieht nicht mehr schön aus.

Wenn eine Lampe Quecksilber enthält, wird der Quecksilbergehalt (Hg) in Milligramm (mg) angegeben.
Hersteller sind verpflichtet, eine Internetadresse anzugeben, auf der Hinweise zum Umgang mit einer zerbrochenen Lampe zu finden sind.

Hilfen der Hersteller im Internet

  • Verpackungsinformationen
    Alle Daten, die auf der Verpackung abgedruckt werden sollen, müssen die Hersteller im Internet publizieren.
  • Weitere Leistungsdaten 
    Zusätzlich zu Leistungsaufnahme, Lichtstrom und Lebensdauer muss der Hersteller einige weitere Angaben machen, die Expertenwissen voraussetzen. Wichtig für den Verbraucher ist die Angabe zur Farbwiedergabe der Lampe.
  • Entsorgungsinformationen
    Für Lampen mit Quecksilber muss der Hersteller über die fachgerechte Entsorgung informieren: Diese Lampen müssen über Sammelstellen als Sondermüll entsorgt werden.

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