Für die Planung: Lichtfarbe ist entscheidend

Ein wichtiges Kriterium bei der Planung biologisch wirksamer Beleuchtung (Human Centric Lighting) ist die Lichtfarbe. Sie wird als ähnlichste Farbtemperatur in der Einheit Kelvin (K) angegeben und charakterisiert das farbliche Aussehen des Lichts einer Lampe.
Zum Vergleich: Die Lichtfarbe des Himmels variiert überwiegend zwischen 5.000 und 10.000 Kelvin.

Am frühen Nachmittag mobilisiert kaltweißes Licht Reserven: Es aktiviert, fördert die Konzentration und hilft so, müde Phasen nach dem Mittagessen zu überbrücken.
Am späten Nachmittag stimmen warmweiße Lichtfarben auf den Feierabend ein.

Aktivierend: Weißes Licht mit höheren Blauanteilen

Lampen unterscheiden sich in ihrer Farbtemperatur und ihrem Lichtspektrum und wirken sich unterschiedlich auf den Biorhythmus des Menschen aus. Biologisch wirksam im Sinne der Tagesaktivierung ist vor allem tageslichtweißes Licht mit höheren Blauanteilen von mindestens 5.300 Kelvin.

Geeignete Lichtquellen sind zum Beispiel Leuchtstofflampen mit einem entsprechenden Blauanteil. Auch weiße LEDs mit Farbtemperaturen zwischen 6.000 und 8.000 Kelvin und einem Schwerpunkt im niedrigwelligen, bläulichen Spektralbereich zeichnen sich durch hohe biologische Wirksamkeit aus. 

Da eine aktivierende Lichtwirkung in der Regel nur am Tag sinnvoll ist, sollten abends und in der Morgendämmerung warme Lichtfarben (bis zu 3.000 Kelvin) in Kombination mit niedrigen Beleuchtungsstärken eingesetzt werden.

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