Planungsfaktoren Raum und Leuchte

Bei einer biologisch wirksamen Beleuchtung (Human Centric Lighting) sind Lichtverteilung und Lichtfarbe wesentliche Faktoren. Bei der Planung muss deshalb darauf geachtet werden, dass das von der Lampe abgestrahlte Spektrum weder von der Leuchte noch von den Umgebungsfarben im Raum verändert wird.

Leuchtenmaterial und Lichtfarbe

Die Stehleuchte kombiniert indirektes und direktes, nach unten gelenktes Licht. Die Arbeitsplatzleuchte am Schreibtisch bündelt das direkte Licht für Leseaufgaben.
Eine dynamische, circadiane Beleuchtung sorgt für mehr Wohlbefinden, vor allem in tageslichtärmeren Bereichen. Nach dem Vorbild der Natur verändern sich Lichtfarbe, Beleuchtungsstärke und Lichtrichtung im Tagesverlauf.

Bei Leuchten verändern vor allem lichtlenkende Elemente

  • Raster
  • Abdeckungen oder
  • Prismen

das Licht. Sie können dazu beitragen, dass ein von der Lampe abweichendes Spektrum auf das Auge trifft und der biologisch wirksame Blauanteil reduziert wird.

Weiterhin muss berücksichtigt werden, wie alterungsbeständig die Bauteile sind, wenn sie dauerhaft Licht mit erhöhtem Blauanteil unter höheren Temperaturen ausgesetzt sind. So haben zum Beispiel LEDs häufig Linsensysteme aus Kunststoff, deren Transmissionseigenschaften im blauen Spektralbereich über die gesamte Lebensdauer erhalten bleiben müssen.

Raumumgebung und Lichtfarbe

Neben der Lichtfarbe haben auch die Farben der Möbel, Wände und Decken großen Einfluss auf den Raumeindruck. Zu beachten ist:

  • Dunkle Farben reflektieren viel weniger Licht als helle Farbtöne.
  • Holzelemente oder Rot- und Brauntöne absorbieren die Blauanteile des Lampenspektrums und reduzieren die biologische Wirkung des Lichts erheblich.
  • Viel Licht wird „verschluckt“, wenn vor allem indirekte Leuchtensysteme ihr Licht ausschließlich gegen die Raumbegrenzungsflächen abstrahlen.

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