Zu welchem Chronotyp gehören Sie?

Der Mensch hat den Rhythmus von Tag und Nacht verinnerlicht. Üblicherweise liegt der genetisch vorgegebene Rhythmus bei etwas mehr als 24 Stunden. Ausgeprägte Chronotypen sind vor allem an ihren Schlafgewohnheiten zu erkennen. Einige folgen einem Tag-/Nacht-Rhythmus (= circadianer Rhythmus) von weniger als 24 Stunden, andere liegen deutlich darüber. Entsprechend lassen sich Menschen in unterschiedliche Chronotypen einteilen. 

Die Eule: Frühmorgens noch im sozialen Jetlag

Lichtwecker für messbar sanftes Aufwachen: 30 Minuten vor der Weckzeit erhöht er nach und nach die Beleuchtungsstärke, simuliert so einen Sonnenaufgang.

Wenn der Wecker um 6 Uhr morgens klingelt, drehen Sie sich am liebsten noch einmal im Bett um? Dann gehören Sie wahrscheinlich zum Chronotypen der sogenannten „Eule“. Ihre innere Uhr läuft deutlich langsamer als die anderer Menschen; ihr Tag-/Nacht-Rhythmus ist mitunter erst nach 26 Stunden abgeschlossen. 

„Eulen“ brauchen deshalb einige Zeit, um sich mit dem neuen Tag anzufreunden. Werden sie regelmäßig frühmorgens aus der Nachtruhe gerissen, die für sie subjektiv noch lange nicht beendet ist, erleben sie einen permanenten „sozialen Jetlag“. Ihr Organismus passt sich trotz ausgleichender externer Faktoren wie Arbeitszeiten oder Tageslicht nur schlecht an den kürzeren Rhythmus der Erdumdrehung an. Mit jedem Werktag häufen sie ein immer größeres Schlafdefizit an, das am Wochenende dann ausgeglichen werden muss. 

Die Lerche: Schon früh hellwach

Sie sind passionierter Frühaufsteher? Dann sind Sie eine sogenannte „Lerche“. Ihr circadianer Rhythmus ist oft schon nach 23 Stunden abgeschlossen, die innere Uhr tickt ein wenig schneller. 

Aber auch Frühaufsteher empfinden ihre innere Uhr als störend. Dies gilt vor allem an Wochenenden, wenn sie spät ins Bett gehen und dennoch am Morgen zur gewohnt frühen Zeit aufwachen. 

Dynamisches Licht im Büro, am Arbeitsplatz in der Industrie oder in der Schule trägt wesentlich dazu bei, dass der circadiane Rhythmus des Menschen stabilisiert wird. Biologisch effektives Licht am Tag unterstützt die Aktivität in der Wachphase und fördert den Schlaf in der Nacht.

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