FAQs zur LED

Woran merken Sie, wenn eine LED defekt ist? Schadet der Blick in eine LED? Bevor Sie lange suchen: Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur LED.

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Energiesparlampen sind momentan auch noch eine gute Alternative. LEDs werden sich jedoch in Zukunft immer mehr durchsetzen, da sie viele Vorteile bieten:

  • LEDs sind sparsam und werden in Zukunft immer effizienter.
  • Ihre Lebensdauer ist um ein Vielfaches höher als die von Energiesparlampen.
  • Sie können mit unterschiedlichen Lichtfarben und farbigem Licht trumpfen. Dazu können LEDs sehr leicht gedimmt und auch dynamisch angesteuert werden.
  • LEDs emittieren gerichtetes Licht, d.h. das Licht kommt dort an, wo es gebraucht wird.

Allerdings spielen LEDs ihre Vorteile nur dann aus, wenn es sich um Qualitätsprodukte handelt. Sie zeichnen sich durch ein effektives Thermomanagement aus, das die Leitungswärme abführt, durch einheitliche Lichtfarben und gleichmäßige Helligkeit aus sowie durch minimale Frühausfälle. „Billigware“ bietet oft nicht die gewünschte Qualität. Hilfestellung geben der Fachhandel und seriöse Verbrauchertests.

Nein, das ist ein Vorurteil aus den ersten Tagen der LED. LEDs erreichen heute einen sehr guten Farbwiedergabeindex von bis zu Ra 90. Das Sonnenlicht bietet im Vergleich dazu einen Maximalwert von 100.

Nein, auch das ist ein Vorurteil aus den Anfangstagen der LED-Technologie. Ganz im Gegenteil: Heute gibt es LEDs in allen Farbtemperaturen von ≥ 2.700 (= Warmweiß) bis > 5.300 (= Tageslichtweiß) im Handel zu kaufen.

LEDs haben eine lange Lebensdauer: Tausende von Stunden und länger. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lampen fallen LEDs auch danach nicht aus. Allerdings altern auch sie: Dabei reduziert sich die Lichtleistung langsam, ohne dass sich der subjektiv empfundene Helligkeitseindruck merklich verändert. Nach Ablauf der angegebenen Lebensdauer leuchten LEDs aber noch immer mit etwa 70 oder 80 Prozent Leistung. Ihre Ausfallrate ist also bedeutend geringer als zum Beispiel bei Energiesparlampen.

Ja, denn LEDs produzieren außer Licht auch Wärme. Ohne Kühlung würde die Lebensdauer einer LED nur rund 100 Stunden betragen. In der Regel wird die Wärme über Platine und Leuchtengehäuse abgeleitet. Neuere Geräte arbeiten teilweise mit Luft- oder Wasserkühlung.

LEDs sind effizient und arbeiten als LED-Leuchten oder LED-Module viele Tausend Stunden. Auch LED-Lampen, sogenannte Retrofits, sind für den Privatbereich eine gute Wahl. Zum Vergleich: Eine Halogenlampe erreicht im Schnitt etwa 2.000 Stunden (bis maximal 5.000 Stunden), bevor sie ersetzt werden muss, eine Leuchtstofflampe durchschnittlich etwa 18.000 Stunden. Bei einem Vergleich sollten aber nicht nur die Energiekosten betrachtet werden. Weitere Einsparpotenziale bietet zum Beispiel die lange Lebensdauer: Sie sorgt dafür, dass Module und Lampen viel seltener getauscht werden müssen. Das spart Wartungskosten. Außerdem bieten LED-Lösungen Vorteile, die je nach Anwendung hohen Mehrwert bieten. Dazu zählen die Zuverlässigkeit einer LED-Beleuchtung, die einfache Farb- und Farbtemperatursteuerung sowie die Tatsache, dass LEDs weder infrarote noch ultraviolette Strahlung abgeben.

Falls tatsächlich einmal eine einzelne LED ausfällt oder eine komplette Leuchte defekt ist, sollte ein autorisierter Fachmann in solchen Fällen die Wartung übernehmen. Treten Mängel während der gesetzlichen Gewährleistungsfrist auf, können Verbraucher beim Hersteller reklamieren. Auch nach Ablauf der Gewährleistung sollte eine Revision möglich sein; diese Möglichkeit also am besten bereits beim Kauf einer Leuchte erfragen. Wichtig: Wenn eine LED-Lampe oder ein LED-Modul ausgetauscht wird, sollten Lichtfarbe und Helligkeit den übrigen LEDs im System weitgehend entsprechen.

Nein, zwischen den Angaben zum Lichtstrom in den Datenblättern und dem tatsächlich nutzbaren Lichtstrom einer einsatzbereiten LED-Leuchte oder LED-Lampe muss klar unterschieden werden. Seriöse Anbieter weisen darauf hin. Hintergrund ist, dass sich die Lichtstromangaben auf den Datenblättern auf Werte beziehen, die bei einer Temperatur von 25 Grad Celcius direkt im LED-Chip erreicht werden. Die LED ist also quasi im „Rohzustand“; sie ist noch nicht auf einer Platine bestückt und nicht in Leuchte oder Lampe eingebaut. Bei der Messung werden LEDs zudem bei wesentlich geringeren Strömen als den üblichen 350 oder 700 Milliampere betrieben – und zwar nur für eine sehr kurze Dauer. Diese Angaben werden anschließend hochgerechnet, wodurch sich Werte bis zu 200 Lumen pro Watt ergeben. Zugleich sind je nach LED-Typ und Lichtfarbe Betriebstemperaturen von über 80 Grad Celsius zulässig, um die angegebene Lebensdauer zu erreichen. Durch ein effizientes Thermomanagement werden diese Grenzen eingehalten.

Bei der Kennung 350 mA handelt es sich um stromgesteuerte LEDs, die spezielle Konstantstrom-Netzgeräte benötigen. Dies bedeutet, dass sie nicht an einen 24-Volt-Trafo oder direkt an 230-Volt -Netzspannung angeschlossen werden dürfen.

Nein, ein kurzer Blick ist unproblematisch, da LED-Leuchten das Licht der Leuchtdioden verteilen. Allerdings sollte man aufgrund der hohen Leuchtdichte nicht dauerhaft direkt in eine LED-Lichtquelle schauen. Das gilt aber ebenso für andere Lampen.

Ja, der Gesetzgeber fordert eine deutliche Kennzeichnung, sofern LED-Leuchten unter die Laserverordnung fallen. Die Kennzeichnung ist in den technischen Unterlagen zu finden. An entsprechenden Leuchten befindet sich ein Aufkleber.

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