Leuchten und Lichtquellen entsorgen

Zum Thema Umweltschutz gehört auch, Leuchten und Leuchtmittel am Ende ihrer Betriebszeit richtig zu entsorgen. Viele Lichtquellen gehören nicht in den Haus- oder zum Sperrmüll. Sie werden gesammelt und recycelt.

Altgeräte-Recycling nach dem ElektroG

In Deutschland regelt das Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) die Rücknahme und umweltverträgliche Entsorgung von Altgeräten. Die Bundesrepublik hat damit 2006 die europäische Richtlinie 2002/96/EG (Waste Electrical and Electronic Equipment, WEEE) in nationales Recht umgesetzt. Zwischenzeitlich wurde die EU-Direktive durch die Richtlinie 2012/19/EU erneuert (WEEE2) – sie muss bis 2018 auch auf nationaler Ebene Schritt für Schritt umgesetzt sein.

Bis Ende 2012 enthielt das deutsche ElektroG zudem Vorgaben zur maximalen Gefahrstoffkonzentration in Elektro- und Elektronikgeräten. Basierend auf der 2011 novellierten RoHS-Richtlinie (Restriction of the use of certain Hazardous Substances), gibt es seit 2013 eine eigene Elektrostoffverordnung. Sie verpflichtet Hersteller in der EU, schädliche Stoffe – zum Beispiel Quecksilber oder Blei – nur in vorgebenen, möglichst geringen Mengen zu verwenden. Nachhaltig denkende Hersteller setzen schon seit vielen Jahren bevorzugt auf wiederverwendbare Materialien wie Glas, Stahl oder Aluminium.

Recycling nach Produktgruppen

Das ElektroG schreibt vor, dass ausgediente Elektrogeräte nach verschiedenen Produktgruppen getrennt erfasst und wiederverwertet werden müssen. Recycling ist verpflichtend für

• alle Arten von Leuchtstofflampen, Gasentladungslampen und LED-Lichtquellen,
• alle Leuchten, die nicht in Privathaushalten genutzt wurden. Dies sind in der Regel sogenannte technische Leuchten, wie sie in Büros oder der Produktion eingesetzt werden.

Leuchtstofflampen und Energiesparlampen enthalten geringe Menge Quecksilber. Sie gehören daher nicht in den Restmüll.

LEDs enthalten Elektronikbauteile und wertvolle Rohstoffe, die dem Recycling zugeführt werden sollten.

Glühlampen und Halogenlampen können weiterhin über den Restmüll entsorgt werden; sie fallen nicht unter das ElektroG.

Die richtige Entsorgung von Lichtquellen

  • Haushaltsübliche Mengen werden bei Kleinmengensammelstellen, kommunalen Wertstoffhöfen und Schadstoffmobilen abgegeben.
  • Elektrofachbetriebe und -händler können sich als Kleinmengensammelstelle registrieren.
  • Die kostenlose Abholung bist für gewerbliche Verbraucher ab einer Menge von mehr als einer Tonne pro Jahr möglich. Dies sind etwa 5.000 Altgeräte.
  • Bei einmaligen Austauschaktionen, Abbrucharbeiten oder sonstigen Projekten kann eine Abholung beantragt werden.

Für Rücknahme und Wiederverwertung sind die Hersteller und Importeure zuständig. Die deutsche Lichtindustrie hat zu diesem Zweck im März 2006 die Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH gegründet. Als Non-Profit-Unternehmen organisiert sie die bundesweite Rücknahme ausgedienter Leuchtmittel und Leuchten und bietet Services zur Erfüllung des ElektroG an.

Leuchten richtig entsorgen

Ausgediente technische Leuchten aus Verwaltung, Industrie, Handel und Gewerbe, die vor März 2006 eingekauft wurden, müssen vom Nutzer selbst entsorgt werden.

Technische Leuchten, die seit März 2006 eingekauft werden, fallen als „neue Altgeräte“ unter das ElektroG; sie sind mit dem Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet und können

• entweder von einer Firma oder Verwaltung selbst entsorgt werden – je nach aktuellen Schrottpreisen eine durchaus lohnenswerte Alternative –,
• oder über spezielle Entsorgungsfirmen kostenfrei entsorgt werden.

Gut zu wissen: Angesichts einer langen Lebensdauer von bis zu mehr als 20 Jahren müssen technische Leuchten meist erst lange Zeit nach dem Kauf als ausgediente Altgeräte entsorgt werden. Alte Wohnraumleuchten werden nicht vom ElektroG erfasst; sie können also weiterhin über den Restmüll entsorgt werden.

Tipp

Weitere Informationen zum Recycling sowie zu Annahmestellen gibt es bei der Lightcycle-Retourlogistik und Service GmbH.

Was zu tun ist, wenn Leuchtmittel zerbrechen, erfahren Sie hier.

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