Nachhaltigkeit und Beleuchtung

Ressourcen sparen, Abfall vermeiden, Material wiederverwenden: Nachhaltigkeit begleitet künstliche Beleuchtung im gesamten Lebenszyklus.

Während Nachhaltigkeit früher vor allem Umweltschutz bedeutete, berücksichtigt wahrhaft nachhaltiges Handeln heute ebenso wirtschaftliche und soziale Fragen. Zu diesen Aspekten leistet die moderne Lichttechnik einen wertvollen Beitrag. Ein besonderes Augenmerk liegt neben hoher Lichtqualität auf der Energieeffizienz.

Nachhaltige Beleuchtung schont die Umwelt, ist wirtschaftlich und fördert das Wohlbefinden des Menschen mit bedarfsgerechtem Licht.
Moderne Leuchtmittel sind sehr effizient. LED- und Kompaktleuchtstofflampen (CFL) verbrauchen erheblich weniger Primärenergie als herkömmliche Glühlampen.
Mehr als 90 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Lebenszyklus einer Lichtquelle entfallen auf den Betrieb. Effiziente Lichtquellen bergen deshalb hohes Sparpotenzial.

Vom Rohstoff bis zur Entsorgung

Schon bevor Licht zum ersten Mal eingeschaltet wird, wird Energie verbraucht – etwa bei der Gewinnung von Rohstoffen oder dem Transport zum Handel. Und auch am Lebensende von Lampen und Leuchten tickt der Energiezähler: Denn egal, ob Lichttechnik entsorgt oder recycelt wird, für beides muss erneut Energie eingesetzt werden.

Die meisten Unternehmen der Lichtbranche berücksichtigen Nachhaltigkeit von Beginn an.
• Bei Produktion und Verpackung werden umweltschädliche Stoffe und Abfall soweit möglich vermieden.
• Wasseraufbereitung und Filtersysteme verhindern schädliche Emissionen.
• Moderne Logistiksysteme garantieren, dass Produkte mit möglichst geringem Energieaufwand zu Händlern und Endabnehmern gelangen.
• Recycling wird groß geschrieben: Nachhaltig denkende Hersteller setzen für Leuchten bevorzugt wiederverwertbare Materialien wie Glas, Stahl oder Aluminium ein.
• Für Lampen und LEDs haben die deutschen Hersteller über das Verwertungsunternehmen Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH ein flächendeckendes Netz für die Entsorgung eingerichtet.

Die Zertifizierung vieler Hersteller nach ISO 14000 verdeutlicht den hohen Umweltschutzstandard, der in der Regel auch von Zulieferbetrieben gefordert wird.

Höchster Energieverbrauch im Betrieb

Dennoch: Der Anteil der Energie, der für Produktion, Transport und Recycling aufgewendet wird, ist vergleichsweise gering. Sogenannte Lebenszyklus-Analysen erfassen z. B. die gesamte Menge Primärenergie, die eine Lichtquelle ab ihrer Herstellung verbraucht. Dabei wird deutlich: Mehr als 90 Prozent entfallen auf den Betrieb. Der Stromverbrauch ist also die mit Abstand wichtigste Größe in der Energiebilanz – und zugleich der wichtigste Kostenfaktor. Er entscheidet auch darüber, wie viel klimaschädliches Kohlendioxid beim Betrieb einer Leuchte ausgestoßen wird.

Ein Vergleich zwischen herkömmlichen Glühlampen und modernen LEDs zeigt den Fortschritt (siehe auch Grafik „Lichtquellen im Vergleich):
Während Glühlampen für 25.000 Betriebsstunden einen Primärenergieaufwand von fast 3.300 Kilowattstunden (kWh) benötigen, verbrauchen LED-Lampen nur rund 660 kWh.
Lichtbranche und Wissenschaft arbeiten mit hohem Einsatz daran, die Energieeffizienz der Beleuchtung weiter zu steigern.

Mehr Infos zu diesem Thema gibt es im Heft licht.wissen 20 „Nachhaltige Beleuchtung“.
Die Broschüre beschreibt auf 40 Seiten, wie nachhaltige Lichtkonzepte im Innen- und Außenbereich umgesetzt werden können.


Kostenfrei gibt es Heft LW 20 als Download oder kostenpflichtig als Printexemplar zum Bestellen.

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